BÜCHER von Alan Watts (6.1.1915-16.11.1973)

"Jedes der zwanzig Bücher, die ich veröffentlicht habe, erreicht das gleiche Ziel von verschiedenen Ausgangspunkten aus, so wie die Speichen eines Rades von verschiedenen Punkten der Felge in die Nabe münden. Von den Prämissen der christlichen Dogmatik, der Hindu-Mythologie, der buddhistischen Psychologie, der Zen-Praxis, der Psychoanalyse, des Behaviorismus oder des logischen Positivismus ausgehend, habe ich zu zeigen versucht, daß sie alle auf den einen Mittelpunkt abzielen. (...) Ein großer Teil meines Werkes ist in Wirklichkeit Lyrik in der Verkleidung von Prosa." Alan Watts, in: ZEIT ZU LEBEN (1972)

FAKSIMILE: Kalligrafisches Zitat (c) ALAN WATTS 1915-1973, aus: PRAKTISCHE ANLEITUNG ZUM MEDITIEREN, in: Leben ist jetzt (1983, Hrsg. Mark Watts) FAKSIMILE: Kalligrafisches Zitat (c) ALAN WATTS 1915-1973, aus: PRAKTISCHE ANLEITUNG ZUM MEDITIEREN, in: Leben ist jetzt (1983, Hrsg. Mark Watts)

"Trying to define yourself is like trying to bite your own teeth."
Alan Watts

Please tell me if you know a nice webside about Watts. I will place a link :-) Just one little explanation for this page dedicated to Alan W. Watts: i missed his books in my youth and was lucky to discover him at least much later - never too late! Most of his books are so easily to be understood that i would use them as a teacher in school or as father for my own children, as they help you to get along with the deepest questions without giving dogmatic answers but SIMPLE HONEST DESCRIPTIONS of how & why your soul is longing for more truth than everyday-smalltalk allows...

"Er erkannte, daß aus dem Dualismus zwischen Gott und der Schöpfung folgerichtig und mit verheerenden Konsequenzen für die Welt der Dualismus zwischen dem Menschen und der Natur hervorging, und plädierte zeit seines Lebens für die Rückbindung des Menschen an das kosmische Ganze. (...) Statt Dualismus Polarität; statt Positivismus Mystik. Eine unsentimentale Mystik, die den Dingen dieser Welt mit hellwachen Augen und der Liebe begegnet, die noch im Unscheinbarsten den gleichen göttlichen Urgrund sieht und das erkennende Ich nicht wichtiger nimmt als die Vielfalt der Erscheinungen - das wurde im Laufe der Jahre das Credo von Alan Watts. (...) Wer Anstoß nimmt an seiner Unbußfertigkeit und an mancher sein Privatleben betreffenden Entscheidung, sei an die Worte C.G.Jungs erinnert, der auf die unbefugte persönliche Kritik eines Berufskollegen erwiderte: DIE DICKSTEN KÜRBISSE WACHSEN AUF DEM GRÖßTEN MIST."

Susanne Schaup 1984 (Deutsche Übersetzung)

im Vorwort von: ZEIT ZU LEBEN, Alan Watts 1972

"Taoismus und Zen beruhen beide auf einer Philosophie der Relativität, die aber nicht einfach spekulativ ist. Diese Philosophie ist eher eine Schulung der Wahrnehmung, die dazu führt, daß die gemeinsamen Wechselbeziehungen aller Dinge und aller Vorgänge als eine konstante Empfindung wahrgenommen werden. (...) Im Gegensatz zu einigen anderen mystischen Lehren wird im Taoismus oder Zen nicht bestritten, daß die physische Vielfalt eine Tatsache ist. Sie wird sogar als Manifestation der Einheit gesehen. (...) Damit kommen wir zu dem, was Robert Linssen spirituellen Materialismus genannt hat - eine Anschauung, welche mit der Relativitätstheorie und der Feldtheorie der modernen Wissenschaft wesentlich mehr gemeinsam hat als mit jeder der bekannten Religionen."
Alan Watts, in: KOSMOLOGIE DER FREUDE (1962)

Deutsche Rezensionen im GLOBALEN DORF

ATTENTION: This list of books in german translation is not complete but just those i own myself. As i got not enough money i collect them thru second-hand-shops for 1 to 3 Euro and have to wait patiently for the missing rest...

"Wir sind nun am Punkt angelangt, wo der logisch-konzeptionelle Geist sich wandelt und die närrische Beschränktheit der fadenscheinigen Systeme erkennt, mittels welchen er die Welt zu verstehen versuchte. (...) Aber welcher Art sind die erforderlichen Reize, die wirksam genug sind, um die Vorherrschaft des Begrifflichen zu stürzen und uns für diese Bewusstseinsformen zu öffnen? (...) Diese Theorie zur Funktionsweise des Geistes wurde der westlichen Welt durch Bergson, Aldous Huxley und Alan Watts verdeutlicht und näher gebracht. (...) Neue Konzepte und Visionen blieben schon immer zunächst unverstanden."
Dr. Timothy Leary & Dr. Richard Alpert, im Vorwort von:

KOSMOLOGIE DER FREUDE (Alan Watts 1962)

"Die meisten meiner Bücher haben es mit Philosophie, Psychologie oder Religion zu tun, und sie stellen die Standpunkte jeder großen Kultur der Welt dar. Doch mit geradezu bedrückender Eintönigkeit lassen sie sich alle in den schalen Dualismus philosophischer und theologischer Beweisführung einordnen, die manchmal durch allzu durchschaubare und geistlose Kompromisse abgewandelt wird. Band für Band läßt sich leicht als supranaturalistisch oder naturalistisch, vitalistisch oder mechanistisch, metaphysisch oder positivistisch, spiritualistisch oder materialistisch einordnen. (...) Man hat nie etwas von weichen Tatsachen gehört, sondern nur von harten. Aber nur deswegen, weil es solche weichen Tatsachen gibt wie Augäpfel und Fingerspitzen, werden die harten offenbar. (...) Wenn eine Blume daher einen Gott hätte, wäre dieser keine transzendentale Blume, sondern ein Feld, und zwar ein Feld, wie es die Physik beschreibt, ein integriertes Energiefeld, das nicht nur blüht, sondern das auch >>erdet, regnet, sonnt, schmetterlingt, wurmt und bient<<. Eine sensible Blume würde durch ihre Wurzeln und durch ihre Membranen dieses ganze Feld erspüren und sich auf diese Weise selbst als eine wunderbare Manifestation des Ganzen erfahren. (...) Man ist nicht, wie Eltern und Lehrer einem weismachen wollen, ein bloßer Fremdling im Weltsystem, sondern gleichsam das  Ende einer Nervenfaser, durch welches das Universum sich selbst betrachtet. Aus diesem Grund hat beinahe jeder Mensch tief im Inneren ein unbestimmtes Ewigkeitsgefühl. Wenige haben den Mut, sich dazu zu bekennen, denn das würde auf den Glauben hinauslaufen, daß man selbst Gott sei."
Alan Watts, in: NATUR – MANN UND FRAU (1958)

& ZEIT ZU LEBEN (1972)


 

Tom de Toys, 12.11.2008

WATT(S!) IS LOS? GARNIX...XL

wer bleibt übrig wenn die masken fallen
wer will fliegen wenn der boden bebt
wieviele menschen sind noch freunde
in der allergrößten not und
wer kann ohne glauben überleben
BITTE MELDEN
denn das leben möchte uns
erlauben mehr zu sein als nur
das summen von gefühlen und
gedanken des systems
das uns erfunden hat

Dedicated to Alan Watts (c) PHOTO: De Toys, 6.1.2009 (Berlin Alt-Stralau) Dedicated to Alan Watts (c) PHOTO: De Toys, 6.1.2009 (Berlin Alt-Stralau)
Pages to the People

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HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

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CHRONIK DES LAUFENDEN WERKPROZESSES: LINKS ZU  73  TOPAKTUELLEN TITELN NEUER GEDICHTE

EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen