Popschamanistische Clubliteratur:

A N T I V E R T R A G S L I T E R A T U R

- oder: wie substantief ist ein Substantiv

"MASSENHYSTERIE IST EIN INDIVIDUAL-NEUROLOGISCHER KURZSCHLUSS, DER SICH ÜBER DAS DIGITALE BEWUSSTSEIN KOLLEKTIV-AUTOSUGGESTIV VERBREITET. SOLANGE DAS GEHIRN OFFLINE AGIERT ODER BESTIMMTE MASSENMATERIALISTISCHE FREQUEN-Zen BLOCKIERT, BLEIBT DER MENSCH IM MENSCH UNERREICHBAR FÜR DIE FALSCHE REVOLUTION – DIE WAHRE REVOLUTION WIRD GANZ NEBENBEI TELEPATHIERT UND GANZ ALLMÄHLICH DURCH DIE JAHRHUNDERTE TELEPORTIERT!!!"


HIMMLISCHES FELD (c) De Toys, 13.10.2011 @ Flugplatz: www.angenOMmene.de HIMMLISCHES FELD (c) De Toys, 13.10.2011 @ Flugplatz: www.angenOMmene.de

 

"Wir sind mittendrin - im Sein, im Mysterium. Spiritualität der Immanenz: Alles ist da,und das nennt man Universum."
André Comte-Sponville, in: WORAN GLAUBT EIN ATHEIST? (2006)

 

 

Tom de Toys, 12.10.2011 (22h): SMS an B in D
(kurz nach dem Free Word Jam @ Rumbalotte)

ANTIVERTRAGSLITERATUR


um es direkt auf den punkt zu bringen: ich habe keinen vertrag mit der literatur, weil sie ein SUBSTANTIV ist. ich habe überhaupt keinen vertrag mit irgendwelchen substantiven, weder mit literatur noch mit liebe, leben oder dem ganzen universum. alles nur substantive! ich mag keine substantive. ich lebe vertragsfrei. ich habe auch keinen vertrag mit mir selbst, denn das ICH ist ein substantiv wie jedes andere! alles nur langweilige substantive! die ganze welt ist ein überdimensionales autosuggestives substantiv! früher brauchte man ismen für die kollektive hypnose, doch heute genügt ein einziges substantiv und schon bist du für immer vertragsgebunden! literatur ist da um keinen buchstaben besser als sämtliche anderen substantive: DIE liebe, DAS leben, DER gott und... DAS GANZE UNENDLICHE UNIVERSUM!!! DIE langeweile DER literatur ist allmächtig. die literatur ist literarisch, die langeweile langweilig. das ich bin ich. das du bist du. oder WER? oder WAS? gib mir EINEN vertrag und ich bin still. ich bin DIESE sagenhafte große stille in person


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"Auf diese Weise ins Bewußtsein, ins elektrische innere Leuchten der Nerven umgewandelt, scheint die Welt irgendwie keine Substanz zu haben. (...) Das Feste ist eine Erfindung des Nervensystems, und ich frage mich, ob die Nerven sich selbst auch als fest empfinden? (...) Das Flüssige und das Feste, das Zusammenhängende und das Unterbrochene, das Klebrige und das Stachelige sind offenbar Transformationen voneinander oder verschiedene Stufen der Vergrößerung von derselben Sache. Das Thema wiederholt sich in hunderten von verschiedenen Variationen - die untrennbare Polarität der Gegensätze oder die Gesamtheit und Gegenseitigkeit aller Inhalte des Bewußtseins."
Alan Watts, in: KOSMOLOGIE DER FREUDE (1962)


VOLLMONDAPOTHEKE (c) De Toys, 13.10.2011 @ Reuterkiez (Neukölln) VOLLMONDAPOTHEKE (c) De Toys, 13.10.2011 @ Reuterkiez (Neukölln)

 

"Betrachte die Dichter, die Komponisten, die Maler, die Menschen, deren innere Schau sich der Welt in majestätisch prächtigen Gebäuden offenbart hat. Dieses große Land der Phantasie könnte uns gehören. Auch die menschlichen Beziehungen könnten so schön sein wie ein lyrisches Gedicht. Viele erleben zuweilen, in der Liebe zwischen Mann und Frau, einen Anhauch dieser Möglichkeiten. Aber es besteht kein Grund, warum sich das auf enge Grenzen beschränken sollte. Es könnte, wie im Chorus der Symphonie, die ganze Welt umschlingen. Dies sind Dinge, die im Machtbereich des Menschen liegen. Läßt man ihm Zeit, werden vielleicht künftige Epochen sie verwirklichen."
Bertrand Russell, in: HAT DER MENSCH NOCH EINE ZUKUNFT? (1961/1963)

"Ich wollte tiefer forschen und das SEIN an sich verstehen, das Herz und den Urgrund des Universums, nicht um darüber zu verfügen, sondern einfach, um es anstaunen zu können, denn ich staunte - und staune immer noch - über meine eigene Existenz. (...) Ich zerstörte alles und ließ keine Theorie und keine Vorstellung mehr gelten, die ich mir von meinem spirituellen Bewußtseinszustand oder von meinem ICH gemacht hatte. Und augenblicklich verschwand meine Last. Ich besaß nichts mehr. Alle Probleme lösten sich auf. Es war, als schwebte ich in der Luft."
Alan Watts, in: ZEIT ZU LEBEN (1972)

Pages to the People

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Mein kommender Best-OFF-Lyrikband: "BODENLOS VERWURZELT WIE EIN STERN" mit 88 ausgewählten Gedichten aus 2 Jahrzehnten!

HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

Musiker, Bands und Videokünstler jetzt für interaktives, multimediales QUANTENLYRIK-Projekt gesucht!

Das legendäre 1993er-Gedicht INFLATION aus dem ersten Werkquerschnitt "Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache" IST JETZT KOMPLETT ONLINE ZU LESEN SOGAR MIT HÖRVERSION!!!

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CHRONIK DES LAUFENDEN WERKPROZESSES: LINKS ZU  73  TOPAKTUELLEN TITELN NEUER GEDICHTE

EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen