"Sobald eine Unterscheidung von Subjekt und Objekt getroffen wird, geht die INTIMITÄT verloren, wird durch Symbole ersetzt, und wir fallen augenblicklich zurück in die Welt des analytischen und dualistischen Erkennens. (...) Es gibt demnach, wie einige Physiker (wieder)entdeckten, grundsätzlich zwei Weisen des Erkennens: die eine wird als symbolisches, schlußfolgerndes, dualistisches Erkennen bezeichnet, eben als Erkennen mit Hilfe von Landkarten; die andere begegnet uns unter Bezeichnungen wie intim, direkt oder nicht-dual. (...) Ob die Wirklichkeit dabei als Brahman, Gott, Tao, Dharmakaya, Leere oder anderswie bezeichnet wird, ist ziemlich unwichtig, denn all diese Ausdrücke benennen den nicht-dualen GEIST, das Universum, das nicht in Sehenden und Gesehenes gespalten ist. Diese Ebene des Bewußtseins ist aber weder schwer zu entdecken noch tief in der Psyche vergraben. Sie ist vielmehr sehr nahe, stets und überall gegenwärtig." Ken Wilber, in: ZWEI WEISEN DES ERKENNENS (1980)
Nach der mystischen Loch-Erfahrung am 5.5.1989 konnte ich ein ganzes Jahr lang keine Bilder malen (weil mir jedes Bild gemessen an der Bildlosigkeit der "unendlichen Leere" anmaßend erschien), stattdessen fabrizierte ich Unmengen ausgeschnittener Papierrahmen, um den "Durchblick durch den leeren Spiegel" auch künstlerisch kongenial zu genießen. Dann entdeckte ich meinen neuen Stil, den sogenannten Integralen Impressionismus, bestehend aus wenigen Strichen für immer wiederkehrende Motive (erstmals in Köln, dann Bukarest, schließlich für Berlin: Reichstag, Tacheles, Allianz, Fernsehturm) und dem gelochten Sonnenuntergang. Die hier AUSGEWÄHLTEN KUNSTWERKE für das G&GN-Online-Archiv zeigen allerdings verschiedene Arbeiten aus allen möglichen Jahren, zunächst beginnend mit der Wachskreidezeichnung "ENERGIE" aus dem 5-teiligen Bilderzyklus, der direkt nach dem Autounfall mit der "energetischen Marienerscheinung" (magnetische Schutzhülle beim Crash, dank der ich überlebte) Anfang 1992 entstand: