" [Die Wörter] 'spirituell' und 'mystisch' lassen einen an etwas Vergeistigtes, Unirdisches, hochtrabend Religiöses denken, dem alltäglichen materiellen Dasein entgegengesetzt, welches einfach nur faktisch und eben alltäglich ist. (...) Dieses Erkennen aber, daß beides eins * ist, geschieht in einem schwer faßbaren, wenn auch relativ alltäglichen Bewußtseinszustand, welcher mich, seit meinem siebzehnten Lebensjahr, über alles fasziniert hat."
Alan Watts, in: Dies ist ES (1960)
* Watts plädiert in seinen interdisziplinären Werken für ein transdualistisches Lebensgefühl, das weder die kosmisch-spirituelle Perspektive als "weltfremd" noch den konkreten Alltag als "Illusion" degradiert, sondern BEIDES als zwei Seiten derselben "leeren Medaille" (dem Tao) betrachtet. Damit gehört er zu den Pionieren & Promotern eines INTEGRALEN Bewußtseins. [Anm.G&GN]
Mein kleiner, aber weltberühmter Geburtsort im Rheinland inspirierte mich schon als Teenie zu Gedichten & Gemälden, die im Zeichen meiner damaligen spirituellen Sinnsuche standen, deren existenzielle Bewältigung der dortige Jugendpädagoge Peter Möller (später Opfer einer modernen evangelischen Inquisition) verständnisvoll vorbereiten half, indem er mir das Meditieren (Kreuzmeditation & Imaginationsreisen) beibrachte. Dadurch machte ich versehentlich auch (als unerwartete "Nebenwirkung") meine ersten kosmischen Geistreisen ("outer-body-experiences"), lange bevor solche Selbsterfahrungstechniken wieder therapeutisch salonfähig (ja sogar progressiver Klinikstandard!) wurden, nachdem die humanistische Bewußtseinsrevolution ins gesellschaftliche Abseits geraten war...
AUS DEM NÄHKÄSTCHEN GEPLAUDERT: Einige berühmte Menschen stammen aus Jülich, darunter der junge Astrophysiker Martin Bojowald (geb. 1970 in Jülich). Er war Postdoc bei Prof. Abhay Ashtekar und forschte am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam. Seit 2009 ist er Associate Professor of Physics an der Pennsylvania State University im "Institute for Gravitation and the Cosmos". Dann natürlich der Physiknobelpreisträger 2007 (für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands GMR in den 80er-Jahren) Peter Grünberg (geb. 18.5.1939 in Pilsen, tätig am Forschungszentrum West in Jülich) sowie der Münsteraner Vertreter der "Visuellen Poesie" Siegfried J. Schmidt (geb. 28.10.1940 in Jülich), der Nahbellpreisträger Hans Vogt (geb. 29.10.1919 bei Jülich) und nicht zuletzt mein Schulfreund, der Mainzer Germanist Johannes Ullmaier (geb. 16.5.1968 in Winterthur, aufgewachsen in Jülich), dessen Kultbuch "Von Acid nach Adlon und zurück" (von 2001) über die Geschichte des Begriffs echter POPLITERATUR (im Gegensatz zur Popperliteratur) bald in der 2.Auflage erscheint (insofern die Pressemeldung des Ventil-Verlags stimmt), nachdem es 1 ganzes Jahrzehnt lang vergriffen war, weil sich die ersten 1000 Exemplare zu schnell verkauften...