8 VERY BEST OF(F) WIEN ("WIEnah"-Serie)

(Wiener Poemie-Tour 3.-11.10.2009)

Tom Havlik, Lisa & ich (c) De Toys, 10.10.2009 @ Marktplatz Tom Havlik, Lisa & ich (c) De Toys, 10.10.2009 @ Marktplatz

Zwischen den Solo-Lesungen (und als Tour-Finale zusammen mit melamar & Thomas Havlik) hatte ich tagsüber genügend Zeit, um mir Wien anzuschauen, die Seele in der Sonne baumeln zu lassen und sogar mein zweites Stadtgedicht über Wien niederzuschreiben, das sofort auf der LICHTZEILE am Donauufer vor DEM Flex erschien...

TOM HAVLIK & TOM HOLZAPFEL (c) De Toys, 8.10.2009 @ Wien TOM HAVLIK & TOM HOLZAPFEL (c) De Toys, 8.10.2009 @ Wien

In den Tagen vor der Tour bereitete ich mich auf meinen Spaziergängen quer durch Berlin mental auf Wien vor. Dabei entstanden diese beiden Fotos (Seerosenteich & Friedhof):

Kaum zurückgekehrt ging der normale Alltag einfach weiter. Um die Eindrücke der Tour zu verarbeiten, ging ich wieder spazieren. Außerdem begann bald schon die Jobcenter-geförderte Ausbildung zum KUNSTTHERAPEUT an der sogenannten Akademie "Campus naturalis" (leider  war aus formalen Gründen keine einzige andere Berliner Schule -mit wirklich gutem Ruf in der Therapieszene- förderungswürdig!), die mich somatoform krank machte und darum abgebrochen werden mußte, um für mehrere Wochen in einer Spezialklink unter interdisziplinärer Beobachtung zu stehen. Diese Zeit im "Theodor-Wenzel-Werk" (über die Jahreswende 2010/11, also bereits ein ganzes Jahr nach der Wiener Tour) war eine passendere Ausbildung für mich, da die große Bedeutung der BEIHILFE ZUR SELBSTERFAHRUNG hier zum selbstverständlichen Konzept gehörte anstatt nur autodidaktische Fantasie zu bleiben, weil der Leistungsposten im Fördervertrag zu gering bemessen war, um eine begleitende echte Lehranalyse zu absolvieren, wie sie in jedem seriösen Institut von neuen Therapeuten verlangt wird. Dank meiner jungen (und "nebenbei" bezaubernd hübschen) hervorragenden "neohumanistischen" [1] Therapeutin Frau Dr. Neue lernte ich viele Seiten an mir im TWW-Winter kennen, die UNBEWUSST VERDRÄNGT waren - und bin noch heute mit der Verarbeitung beschäftigt...

[1] Ich weiß nicht, ob Sie sich selbst mit solch einem Etikett identifizieren würde, aber die elegante Methode Ihrer Gesprächsführung in den Einzelsitzungen erinnerte mich stark an die humanistische Tradition der Empathie (vgl. Rogers & Maslow), während andere Therapeuten regelrecht VERKRAMPFT BEMÜHT waren, einen "Abstand" zum Patienten zu wahren, der (jedenfalls bei mir) nicht zur Heilung beiträgt sondern einfach nur dieselbe Coolness unseres gesellschaftlichen Alltags darstellt, die eine gesunde Seele zur NORMALNEUROTIK zwingt, wie es schon Erich Fromm treffend erkannte: neurotisch werden in unserer Welt eben jene eigentlich Gesunden, die so ÜBERSENSIBEL sind, daß sie noch fähig bleiben, unter der sozialen Falschheit seismographisch zu LEIDEN. Nur der komplett Angepasste leidet eben nicht seelisch, erkrankt dafür aber oftmals auf organischer Ebene, denn das tiefere/höhere WESEN will sich einfach nicht der Unterdrückung beugen sondern kämpft heimlich um das innere Gold...

MOLECULE MIRROR (c) De Toys, 20.11.2009 (SKULPTUR: Molecule Men @ Treptower Park) MOLECULE MIRROR (c) De Toys, 20.11.2009 (SKULPTUR: Molecule Men @ Treptower Park)
Pages to the People

LINKLISTE: ALLE 158 POEMiE-DOMAINS HIER... SENSATION: EHEMALIGES G&GN-ARCHIV ONLINE WIEDERENTDECKT - EINE DER ALLERERSTEN LITERATURSEITEN IM INTERNET SEIT 1 9 9 8 !!!

Mein kommender Best-OFF-Lyrikband: "BODENLOS VERWURZELT WIE EIN STERN" mit 88 ausgewählten Gedichten aus 2 Jahrzehnten!

HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

Musiker, Bands und Videokünstler jetzt für interaktives, multimediales QUANTENLYRIK-Projekt gesucht!

Das legendäre 1993er-Gedicht INFLATION aus dem ersten Werkquerschnitt "Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache" IST JETZT KOMPLETT ONLINE ZU LESEN SOGAR MIT HÖRVERSION!!!

Das Tao der Poesie: FÜR ALIENS IST JEDER TAG IM UNIVERSUM ERSTER MAI - jetzt mit vollständiger 12-minütiger Videoversion der Live-Uraufführung!

CHRONIK DES LAUFENDEN WERKPROZESSES: LINKS ZU  73  TOPAKTUELLEN TITELN NEUER GEDICHTE

EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen