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Das neue englische Poem "to go" von Ernest Otto Friedell "RESISTANT RESISTANCE" jetzt als kostenlose SMS-Version hier: www.PoemToGo.de

Ein ULTRAKURZGEDICHT kommt selten allein

61 ausgewählte Ultrakurzgedichte 1988-2012 - einzige definitorische Bedingung zur Aufnahme ins SMS-taugliche Genre: max. 8 Zeilen mit jeweils max. 8 Wörtern! DAS ULTIMATIVE ULTRAKURZGEDICHT BESTEHT AUS EXAKT 3 WÖRTERN, ALLES DARUNTER IST NUR EIN MANTRA, ALLES DARÜBER ANGEBLICH* NUR WIEDERHOLUNG...

 

"In der Stille gab es keine Bilder mehr und alle Worte, die das erklären wollen, sind mißverständlich. Da war kein Gott. Da war nur Unendlichkeit."
Willigis Jäger, in WIEDERKEHR DER MYSTIK

- DAS EWIGE IM JETZT ERFAHREN (2004)

SWANSET (c) De Toys, 22.2.2010 @ Tierschleuse (Berlin) www.artNewCologne.de SWANSET (c) De Toys, 22.2.2010 @ Tierschleuse (Berlin) www.artNewCologne.de

Anhand meiner chronologisch präsentierten Ultrakurzgedichte lässt sich leicht nachvollziehen, wie sehr mich die Locherfahrung am 5.5.1989 völlig unerwartet überrumpelte: DADURCH waren zwar die sogenannten "religiösen" (übersinnlichen) Fragen für immer überwunden, aber das Eintauchen in die Unendlichkeit (oder besser: das Auftauchen aus dem psychoiden Sumpf des verzweifelt Suchenden) als transdualistische Totalleere UND Totalfülle gleichermaßen (vergleichbar mit der scheinparadoxen Weltsicht der Quantenphysik, daß die Materie sich SOWOHL wie eine Welle ALS AUCH ein Teilchen verhält) brachte meiner Seele eben keine Ruhe AUßERHALB der "sinnlich erfahrbaren" Wirklichkeit, sondern eher eine quasi-taoistische Dauerkrise: das Schlachtfeld meines Geistes verlagerte sich DANACH aus der abstrakt-metaphysischen Flucht direkt hinein in die "unausweichlich" konkrete Wirklichkeit selbst, die nun als RESTLOS (&) OFFEN empfunden wurde. Eine derartig GNADENLOSE Antwort auf meine esoterische Sinnsuche hatte ich BEILEIBE (statt "weiß Gott") nicht erwartet, und so brauchte ich einige Jahre, um mich an diese völlig neue Sicht "auf" die Dinge als SINNLichtigkeit DURCH DIE DINGE zu gewöhnen. Und sogar heutzutage muß ich mich manchmal noch vor der zu tiefen, plastischen Erinnerung an meinen desaströsen Zustand vor der Locherfahrung schütZEN, um nicht in den Hirnkrampfstrudel der dualistischen Zerreißprobe hinabgerissen zu werden. Es ging mir also niemals um "Literatur" sondern bloß um die seelische Bewältigung des Seinsschocks, der aus der eigenartig unsprachlichen Seinsfühlung resultierte. Der "Zeitgeist" wollte es aber, daß ich als Dichter in der Öffentlichkeit auftrat und einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte. Das begann allerdings nicht in der eigentlichen Lyrikszene (auch die Beteiligung an der SocialBeat-Bewegung war nur eine nebensächliche Folgeerscheinung am Rande meiner wahren Probleme) sondern mit einer Lesung an der Pädagogischen Fakultät der Universität Köln während der Studentenunruhen im Winter 1989/90, als ich den sogenannten ersten "Freien Prophessor" der AlbertA MagnA Uni spielte: bei dieser ersten öffentlichen Lesung im Rahmen einer politisch motivierten Party bemerkte ich, daß meine jugendliche Schüchternheit auf der Bühne verschwand und kein Lampenfieber mich davon abhalten konnte, den Sprung auf die Bühne zu wagen! Seitdem wurde das Dichterkostüm zu meiner zweiten Haut...

 

gez. Tom Holzapfel alias Tom de Toys

(Berlin, den 23.10.2011, 6-8h morgens)

 

Diese biografische Notiz ist mit den besten Wünschen für ihren ganz eigenen kreativen Weg allen Schülern von langweiligen Deutschunterrichten und Studenten von betriebsblinden Universitätsseminaren gewidmet...

 

HÖRTIP für kleine & große Revoluzzer: "ÜBERGAR(ANTIE)"

 

 

EWIGKEIT IST ÜBERALL
ÜBERALL IST ÜBERALL
SOVIEL LUFT IM GANZEN
KÖRPER SOVIEL KÖRPER
IN DER LUFT DIE
BERÜHRUNG ZÄHLT DIE
MITTE UNSER UMFELD
BLOß DIE SCHRITTE

 

 

Tom de Toys, Sommer 1988

Tod

Auf goldner Orgie
Verfault
Der letzte Schrei
Vom grünen Himmel
Braun erdrückt
In grauen Glocken
Ohne Echo
Kalte Kirche

 

 

Tom de Toys, Ur-E.S., Dezember 1988

Stromschlag

Im schwarzen Blut
Der Augen aus runden Wörtern
Berühren wir
Die leuchtenden Lippen unsrer Gedanken
Um für einen hellblauen Blick
Gezähmte Zungen zu wagen

 

 

Tom de Toys, 1989

KNOTEN

einmal eins
und zweimal zwei
manchmal keins
und drei
und vier
und immer mehr
und hin und her
und in der zeit
wird beides leer

 

 

Tom de Toys, 21.6.1989

KONTAKT

zwischen zwei körnern
staub
schritte im meer
geatmet
und so 

 

 

Tom de Toys, 26.6.1989

ZWEIFEL

Ich bin
Weder Frage noch Antwort
Zwischen Zorn und Demut
Treibt der Tanz
Durch runde Rätsel

 

 

Tom de Toys, 27.6.1989

WOZU

Roter Römer
Gleichgültig erwacht
Zwischen Formen und Frieden
Wo faules Fleisch
Den Willen verlacht

 

 

Tom de Toys, 8.7.1989

TUNNEL

Weg vom Blau
Der Nebel weicht
Im tanzenden Rot
Dem Licht
Entgegen
Bis es reicht

 

 

Tom de Toys, 4.8.1989

NARREN

heilige Worte von zerbissenen Mündern
durchdringen die Wahrheit nie
können sie schweigen
um lange zu leben
bedarf es mehr
als Dich

 

 

Tom de Toys, 1989

SEIN

was nicht kommt
und was nicht geht
was einfach ist
und doch nicht steht
da bin ich
wie du
verwundert und froh
man muß mitspielen
so oder so

 

 

Tom de Toys, 13.8.1989

SINN

Ich wende mich
Zu Dir
Weil wir sind

 

 

Tom de Toys, 14.8.1989

LEBEN

Zwischen der Luft
Ist nichts
Und doch atme ich
Beides
Als sei es eins

 

 

Tom de Toys, 1989

GLAUBE

alles
voll sowohl wie leer
ist sowieso
gelebt
viel mehr

 

 

Tom de Toys, 1989

LICHT

Wenn es
Eins sowohl wie Zwei
Waren wir
In Gedanken
Schon vorbei

 

 

Tom de Toys, 1989

KÖRPER

Ich bäume mich auf
Unendliches Grün
Mit Wurzeln so tief wie
Mein Herz
Und Ästen so weit wie
Die Seele

 

 

Tom de Toys, 1989

GLÜCK

Jeden Tag
Im Fluß des Seins
Gefährlich
Schön
Und lustig

 

 

Tom de Toys, 1989

NEBENMENSCH

in langeweile
frisch verliebt
solange du
mich willst
fremder
freund

 

 

Tom de Toys, 18.1.1990, 21:45 Uhr

URSCHREI

Wo Sonne und Mond
Zusammenlaufen
Schenken wir
Der gläsernen Welt
Ein Wort

 

 

Tom de Toys, 1990

BETRUG

es gibt keinen tod
nur den weg
seiner geburt
nennt man
leben

 

 

Tom de Toys, 1990

FREUNDE

schmerzlos
kämpfen wir
um unsere liebe

 

 

Tom de Toys, 1990

DOPPELLEBEN

Mitten im System
Zu Spielen verdammt
Weil die Stille
Noch in uns
Vor lauter Angst
Wie damals
Schweigt

 

 

Tom de Toys, 1990

KULTUR

kühlschränke voll plastik.
fernseher voll krieg.
köpfe voll gummi.
und mein herz -
schreit nach dir.

 

 

Tom de Toys, 1990

DIE PARADOXIE DER REFLEXION

ich
bin
sprachlos

 

 

Tom de Toys, 7.1.1991

SATZIMMANENZ

ich
wiederhole
mich

 

 

Tom de Toys, 7.1.1991

BEGEGNUNG

In der Straßenbahn
Und durch den Lärm
Füllt mich ein Stück Brot
Mit dick Honig
Aus

 

  Tom de Toys, 1991

ANKUNFT

Berühre Deine Erde
Fühle Deinen Atem
Spüre Deinen Körper
Höre Deinen Geist
Wo Bist Du
Ohne All Das
Hier Und Jetzt
In Deinem Sein

 

 

Tom de Toys, 1991

VERLUST DER LÜGE

was bleibt übrig
wenn die dinge gehen
was bleibt mir
wenn die welt sich dreht

ich
mit dir und dir und dir
und jeder kuß
den der wind uns weht

 

 

Tom de Toys, 7.-11.5.1991

NACHFRAGE

ich vergaß
den grund
warum
ich bilder
malte

 

 

Tom de Toys, 14.5.1991

KNACKPUNKT

treffen sich
zwei menschen
dort
wo beide vorbei
wollen

 

 

Tom de Toys, 29.2.1992

SCHALLTAG

Blauer Himmel
Sonnenschein
Wir beide
Unterwegs
Zum Supermarkt
Ich liebe diese
Deutsche Idylle

 

 

Tom de Toys, 1992

SEINSZEIT

alles
ist anders
als ich
bin nicht

 

 

Tom de Toys, 27.5.1992

(Lyrikmail #1111 am 2.9.2005)

DAS GEDICHT ÜBER DIE MODERNE

Ich
Kriege
Nichts

 

 

Tom de Toys, 28.5.1992

TÜMPEL

Keine Fische
Frösche
Wasserblüten
Vögel plantschen
Eine Libelle kurvt
Mir ins Gemüt

 

 

Tom de Toys, 1992

DAS LIEBESGEDICHT

oh
oh oh oh
o oh
oooooo
ohhhhhhhhh

 

 

Tom de Toys, 1.1.1993

LOSE WORTE

wohin fallen
die blätter im herbst
wenn keiner sie kennt
bloß beim namen nennt
ich schweige zurück
der winter naht
die erblast brennt

 

 

Tom de Toys, 23./24.4.1994

EIN DOITSCHES KOAN: 100°C

eine wassermurmel
kullert über
den rand der
unendlichen
spirale sich
ins offene
lichtgefühl
wärmend

 

 

Tom de Toys, 19./20.7.1996

ECHTUNG

auf allen ebenen
treibt saynsgefühl
als ichersatz
tanzt freie sprache
durch die körperteile
wenn ich
überall verweile
meine wunde heile

 

 

Tom de Toys, 9.3.1997,
gewidmet Antonin Artaud

24.JANUAR 1947-97

mit fremden
augen
durchs geheiligte
theater schauen
zeiten schmelzen
in der seele
tapfer bleiben

 

 

Tom de Toys, 17./18.6.1997

D.A.S.
(DIE ALLGEMEINE SACHE)

es gibt kein ich
es gibt kein du
es gibt kein es
kein dich und mich
es gibt nur alles
das ist alles

 

 

T.ex.T., "AQUARIA" Teil III, 30.5.1998, 16 ur

FINDE DEN FISCH

finde den
fisch
in deinem
herz
und gib
ihm als name
den letzten
schmerz


T.ex.T., "AQUARIA" Teil IV, 30.5.1998, 16 ur

BEFRUCHTE DEN OZEAN

befruchte den
ozean
in deinem
kopf
vergrab
ihn zur not
im lustvollen
kelch


T.ex.T., "AQUARIA" Teil V, 31.5.1998, 18 ur

SONNENDURCHFLUTETER

sonnendurchfluteter
ozean ruht
im unvorstellbar offenen
der strandgespülten
lichtblasen toter
fische treiben noch
als gräten zwischen gräsern
unserer stromschnelligkeit

 

 

Victor Virglich, TV1-Nr.00, 23.7.1998

SIEG

du kommst wenn
ich mit allem
rechne außer dir
und bleibst
als wäre ich
nie ohne
dich gewesen


 

Victor Virglich, TV1-Nr.23, 21.E.S., 27.10.1998

ÜBERFLIEGER

zwischen zwei
welten licht
schützendes wolkenmeer
gelenkt und
sonnendurchflutet

 

 

Victor Virglich, TV1-Nr.36, 17.1.1999

SÜNDE

ich glaube an uns
weil wir leben
nichts ist sicherer
als jeder atemzug
der mich mit dir
verbindet wie ein
ferner kuß

 

 

T.ex.T., 16.9.1999
(Doppelzyklus mit HEL ToussainT)

THELOM  1

mehr als fünf gedichte
haben keinen überlebt
sagt herr duchamp als
er von bildern sprach
der rest wird bloß
herbeigesteuert

 

 

Hugo Haylsam Nr.3, 30.E.S., 22.10.2000

ÜBERLEUCHTER
(C: DAS LEERE KLAMMERN)

kernlos atmen
hirne durch die hohlen
körper glüht
das kosmische
lichtkarussell

 

 

Hugo Haylsam Nr.14, 23.2.2001
(LILA-Exkursion mit Colégio Humboldt)

ÜBER(BO)T(AN)ICK
(N: DAS LEERE KNISTERN)

gelbe schmetterlinge
und lila libellen
wenn ich euch besinge
sollen seelen
aufhellen

 

 

Winfried Wandler Nr.2, 11.3.2001
(im Rückflug von São Paulo nach Paris)

ÜBERTAKT

unendlich stilles
staunen
zwischen regen und regen
durch lichtwolken schweben
und schnell gelandet

 

 

Tom de Toys, 16.-19.12.2002

ÜBERSCHLAG

zwischen nebelschwaden
stolpern
ungezähmte augenhöhlen
schmerzbefreit
gealtert

 

 

Tom de Toys, 24.12.2002

WIEDERHOHLUNG

ich hohle
mich wieder
ein und aus

 

 

Tom de Toys, 26.10.2003

D.I.S.
(DIGITALES IDENTITÄTSSPIEL)

alle bilder
wieder gelöscht
die gegenwart kann
hier und jetzt
beginnen

 

 

Tom de Toys, 29.1.2004

DOPPeLTe UNeNDLICHKeIT

ein urknall und
ein weiterer
vereinen sich
in unsichtbaren
mündern

 

 

Tom de Toys, 33.E.S., 13.3.2004

UNHEiMLiCH STiLL UND WEiSE

jede bewegung
ein kuß jeder moment
ein gefühl jeder sonnenstrahl
frieden jeder planet
drum herum jeder blick
zwischen uns jedes ziel
ohne ziel

 

 

Siegfried Sühd, 6.5.2004

(gemäß "KONTAKT")

10.QLP: NTA

ISC WE ÖRN
AU
TT M EE
ATM
ND O


 

Tom de Toys, 2.11.2004

ÜBERALL(EE)

alles geschieht /
in einem augenblick /
die ganze welt ist /
groß und /
bunt //

 

 

Tom de Toys, 23.8.2005

INDIVIDUaLIEN

genmanipulierte gehirne zersägen
die eigenen knochen
um mit ihrem veränderten
körperbau anders zu lieben
als ihre klonstruktur
vorschreibt

 

 

Tom de Toys, 12.10.2008

TREFFPUNKT ERDE

auf halber strecke
zwischen gleich und gestern
sonnenuntergang bei vollmond
neuigkeiten
für die satellitenseelen
wir sind angekOMmen
wir sind da

 

 

Tom de Toys, 19.10.2011

 

ACHTUNG

(ENGEL BEFAHLEN ZU SCHREIBEN)

 

JEDES ICH
BEANTWORTET
SICH SELBST
das milde
& das wilde
kopulieren
zeitlos
im himmel

 

 

Tom de Toys, 24.+25.4.2012
(gewidmet Visionären wie Luc Besson & gegen Luxusrentner)

10.REALITÄT
(KYBERNETISCH-PRISMATISCHES AUFWACHEN)

ohne kleider tanzt der neue mensch
mit hohler seele weit geöffnet
durch das leben wie ein glasraumschiff
aus allen elementen angereichert von der morgensonne
dankbar für die grenzenlosen sinne
um der paradiesischen gefahr
mit einem lächeln zu begegnen
das sich in den leeren dingen spiegelt


3SMS-VERSION: TdeT, 24.+25.4.2012 (gewidmet Visionären wie Luc Besson & gegen Luxusrentner): "10.REALITÄT (KYBERNETISCH-PRISMATISCHES AUFWACHEN)"= ohne kleider tanzt der neue mensch / mit hohler seele weit geöffnet / durch das leben wie ein glasraumschiff / aus allen elementen angereichert von der morgensonne / dankbar für die grenzenlosen sinne / um der paradiesischen gefahr / mit einem lächeln zu begegnen / das sich in den leeren dingen spiegelt // (c) LyrikToGo.de

 

 

Tom de Toys, 4.5.2012

AUSZEIT XXL

jeder park ist schon
dem vakuum nahe die wiese
erstrahlt saftig grün
weil ich hinschaue
mit unserer sonne lässt
sich nicht pokern mit dem
bewußtsein ist es
so eine sache


2SMS-VERSION: De Toys, 4.5.2012: "AUSZEIT XXL" => jeder park ist schon / dem vakuum nahe die wiese / erstrahlt saftig grün / weil ich hinschaue / mit unserer sonne lässt / sich nicht pokern mit dem / bewußtsein ist es / so eine sache // (c) G&GN-INSTITUT @ ZenToGo.de & LyrikToGo.de *POWERED BY TRADEMARK PoemieTM*

* De Toys vertritt innerhalb seiner transrealistischen Poetologie einer Direkten Dichtung die Hypothese, daß ein Text mit weniger als drei Wörtern "nur als Mantra gelten" könne (z.B. das in der Religion häufig verwendete "ICH BIN"), während "ein echtes Gedicht aus mindestens drei Wörtern" bestehen müsse, wobei darüber hinaus "oftmals jedes weitere Wort nur eine Wiederholung auf anderen Ebenen und daher eigentlich nicht notwendig" sei. Inspirierte Sprache würde deshalb zwischen den Extremen der mystischen Reduktion (bis ins Kryptische) einerseits und der metaphorischen Ritualisierung (bis ins Kitschige) andererseits schwanken, so daß es einer "Gratwanderung auf der vibrierenden Mitte" gleiche, um die richtige Menge an Wörtern zu finden, die das "sich gebärende Gedicht" benötigt...

Pages to the People

LINKLISTE: ALLE 158 POEMiE-DOMAINS HIER... SENSATION: EHEMALIGES G&GN-ARCHIV ONLINE WIEDERENTDECKT - EINE DER ALLERERSTEN LITERATURSEITEN IM INTERNET SEIT 1 9 9 8 !!!

Lyrikszene? Was? Wer? Welche "Lyrikszene" ??

Mein kommender Best-OFF-Lyrikband: "BODENLOS VERWURZELT WIE EIN STERN" mit 88 ausgewählten Gedichten aus 2 Jahrzehnten!

HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

Musiker, Bands und Videokünstler jetzt für interaktives, multimediales QUANTENLYRIK-Projekt gesucht!

Das legendäre 1993er-Gedicht INFLATION aus dem ersten Werkquerschnitt "Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache" IST JETZT KOMPLETT ONLINE ZU LESEN SOGAR MIT HÖRVERSION!!!

Das Tao der Poesie: FÜR ALIENS IST JEDER TAG IM UNIVERSUM ERSTER MAI - jetzt mit vollständiger 12-minütiger Videoversion der Live-Uraufführung!

CHRONIK DES LAUFENDEN WERKPROZESSES: LINKS ZU  73  TOPAKTUELLEN TITELN NEUER GEDICHTE

EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen