Lochismuß-Materialien: "SOJETISMUS"

(Neurobiotischer Kontaktismus - oder: Die integral-impressionistische Bewußtwerdung des perinzendentalen Gan-Zen)

BEIDE SEITEN GANZ IM ELEMENT (c) De Toys, 16.10.2011 @ Rummelsburger Bucht (Berlin) BEIDE SEITEN GANZ IM ELEMENT (c) De Toys, 16.10.2011 @ Rummelsburger Bucht (Berlin)

 

"Wir sind mittendrin - im Sein, im Mysterium. Spiritualität der Immanenz: Alles ist da,und das nennt man Universum."
André Comte-Sponville, in: WORAN GLAUBT EIN ATHEIST? (2006)

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

 

"Jeder Mensch steht als autopoietisches System allein auf der Welt. Wir wollen jedoch nicht beklagen, daß wir in einer subjektabhängigen Realität existieren müssen. Auf diese Weise ist das Leben interessanter, denn die einzige Transzendenz unserer individuellen Einsamkeit, die wir erfahren können, entsteht durch die konsensuelle Realität, die wir mit anderen schaffen, d.h. durch die Liebe zueinander."
H.R.Maturana, in:

BIOLOGY OF LANGUAGE: THE EPISTEMOLOGY OF REALITY (1978)

 

"...Wunder gibt es nicht. Was wir Wunder nennen, ist das Ergebnis der Wirksamkeit von Gesetzen, die wir noch nicht kennen."
Prentice Mulford, in: DER UNENDLICHE GEIST DES GUTEN (1886)

 

"Auch ist nichts Mystisches oder Übernatürliches in der Natur vorhanden – was nicht bedeutet, daß wir mit unserem Gehirn alles verstehen können. Es liegt aber soviel Wunderbares – für uns offen oder noch versteckt – in der Natur, daß schon dadurch unsere Ehrfurcht davor geweckt wird."
Christian Holzapfel, in:

EINE KLEINE GESCHICHTE DES ELEKTRONS (2005)

 

Warum die sogenannte "transzendentale Psychologie" letztlich TOTAL HUMORLOS bleibt, obwohl sie den Mensch in seiner Ganzheit ERNST nehmen möchte...

 

Tom de Toys, 12.10.2011 (SMS 18:31h & 19:06h)

KRITIK DER MATERIALISTISCHEN SPIRITUALITÄT

(PLÄDOYER FÜR ARATIONAL-ATHEISTISCHE ESOTERIKER)


Religiosität & Spiritualität finden sich in manch "wissenschaftlich" getarntem Artikel zwar gern voneinander "modern" unterschieden, aber bloß um subtil sensationistisch zu verschleiern, daß beide Gebiete sehr ähnlich emotional-materialistisch definiert werden! Die Anhänger beider Tendenzen suchen nach SINNVOLLEN, EINHEITLICHEN UND HARMONISCHEN Erklärungen + Begründungen für ihre Existenz, an die sie sich klammern können. Beide benötigen einen GRUND für das Sein, an den sie GLAUBEN wollen, um mit dem Leben "fertig" zu werden. Aber genau dieses psychomaterielle UNVERMÖGEN ZUR GRUNDLOSIGKEIT vernachlässigt eben das, was den Gegensatz ausmacht: der GLÄUBIGE braucht einen Inhalt, der GRUNDLOSE keinen - sondern nur seine "Grundlose Inwesenheit" ! Die ontisch-esoterische Inwesenheit statt der okkult-exoterischen Inhalte...

IDEALISTEN glauben letztlich, daß alle meßßbare materie nur schleier, schein, abglanz von etwas höherem/tieferen sei und darum nicht "absolut" wahr. REALISTEN glauben dagegen, daß nur das grobsinnlich meßßbare "echt" sei. Der transrealist überwindet mit seinem SOJETISMUS (Subjektiv-Objektiv-Jeweils-Jetzt) BEIDE reduktionistischen positionen, weil er alles erfahrbare als "relativ-objektiv" absolut echt empfindet, aber auch subjektiv nicht-erfahrbare strukturen als real-existentes potenzial der spektralen gesamtwahrheit würdigt. Dadurch kann er die welt knallhart sachlich interpretieren & bleibt trotzdem undogmatisch offen für verborgene aspekte der wirklichkeit, die sich noch offenbaren müssen! Zum beispiel sieht der mensch infrarot nicht direkt-organisch, aber akzeptiert, daß es diesen wellenbereich "an (und für) sich" gibt. Der idealist würde das als neue (satanische) illusion abtun, während der realist dann zur pathetischen technokratie neigt - und schlimmstenfalls sogar eine elitäre infrarotsekte gründet, um das implantieren von infrarot-neurochips zu verherrlichen und seinen chipguru anzubeten, der ihm die neueste sektenwerbung DIREKTDIGITAL DRAHTLOS AUF DEN NEURONALEN MONITOR speist!

 

 

"Wie es in der Netzhaut Myriaden kleiner Nervenendungen gibt, so sind wir die Nervenenden des Universums. (...) Die Struktur Ihres Nervensystems ist ausschlaggebend dafür, welche Welt Sie sehen. Mit anderen Worten: In einer Welt ohne Augen wäre die Sonne kein Licht. In einer Welt ohne taktile Nervenenden wäre das Feuer nicht heiß. In einer Welt ohne Muskeln wären Felsen nicht schwer, und in einer Welt ohne weiche Haut wären Steine nicht hart. Sie sehen: Alles ist beziehungsweise."
Alan Watts 1973, entnommen aus der Nachschrift seines letzten Seminars SPIELEN UND ÜBERLEBEN, veröffentlicht in: LEBEN IST JETZT (THE WAY OF LIBERATION), Hrsg. von Mark Watts 1983

 

SONNENSIGNALE (c) De Toys, 13.10.2011 @ Tempelhofer Feld (www.angenOMmene.de) SONNENSIGNALE (c) De Toys, 13.10.2011 @ Tempelhofer Feld (www.angenOMmene.de)
Pages to the People

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Mein kommender Best-OFF-Lyrikband: "BODENLOS VERWURZELT WIE EIN STERN" mit 88 ausgewählten Gedichten aus 2 Jahrzehnten!

HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

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Das legendäre 1993er-Gedicht INFLATION aus dem ersten Werkquerschnitt "Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache" IST JETZT KOMPLETT ONLINE ZU LESEN SOGAR MIT HÖRVERSION!!!

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CHRONIK DES LAUFENDEN WERKPROZESSES: LINKS ZU  73  TOPAKTUELLEN TITELN NEUER GEDICHTE

EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen