"Um diesen 'Standard' aufrechtzuerhalten, sind die meisten von uns bereit, ein Leben hinzunehmen, das vorwiegend darin besteht, mit langweiligen Betätigungen genügend Mittel zu erwerben, um in der Zwischenzeit hektischen und teuren Vergnügen nachzugehen, die vorübergehende Erleichterung der Langeweile mit sich bringen. Diese Unterbrechungen hält man für das richtige Leben, für den eigentlichen Zweck, dem das notwendige Übel der Arbeit dient." Alan Watts, in:
WEISHEIT DES UNGESICHERTEN LEBENS (1951)
Tom de Toys, 27.-30.5.2010
(für das "Jahrbuch der Lyrik" 2011: abgelehnt)
VERSCHOLLENE WELTLYRIK
dieses gedicht wird einmal
richtig berühmt sein und
zwar in genau fünfzig jahren
rein zufällig und überpünktlich
zu seinem 50sten entstehungsjubiläum
und zwar weil es JETZT von
jemandem GELESEN wird dem es
so sehr gefällt daß er es seinem
eigenen enkel zum 16.geburtstag
(anstatt eines mopeds) schenkt
den es wiederum dazu inspiriert
einen lyrikverlag zu gründen
um es erneut zu verlegen weil
ihm alle brandneu geschriebenen
langweilig erscheinen.
vergleichsweise. VERGLEICHSWEISE
LANGWEILIG - die leser hätten
etwas besseres schöneres tieferes
verdient: ein gedicht (?) in dem
das wort "wort" kein tabu wäre
der dichter sich traut zuzugeben:
daß er alle texte auswendig kann ja
die gesamte menschheitsbibliothek
in seinem kopf kursiert... aber
das nur nebenbei - nebenbei noch
mein glückwunsch zum kauf !!!
dieses jahrhundertereignisses
(abgesehen von anderen
katastrophen die unser
herz ziemlich bewegen und
die seele berühren die seele
der seele jaja das seelische
plankton statt platons
sesam) öffne dich
nie? nie? nie?
KUNST
KOMMT
VON
KIND