Tom de Toys, 26.+27.1.2012
WUNSCH, WERK & WELLNESS
über den dächern der
stadt im verspiegelten
raucherzimmer des restaurants
einen lieblichen rotwein schlürfen
während du deine arbeit vollendest
bevor ich die meine beginne
kein ablenkungsmanöver mehr
jeder handschlag gewährleistet
leben wir küssen uns wenn wir
uns küssen und schlafen mit
keinem anderen weil wir schon
anders sind während die allzu
modernen gepflogenheiten nur
rituale des untergangs imitieren
haben wir keine sekunde
mit seelischer geometrie
zu verlieren es gibt keine
geister geschweige denn engel
du bist mir am nächsten
weil ich mich mit dir
grundlos wohl fühle selbst
ginsberg goethe und goll
lassen sich leichter vergessen
als unser alltag im wachzustand
das jeweilige jetzt erreicht
endlich problemlos
das sagenhafte soll