M e h r JETZT

Von der Symbolistik zur Präsentomatik

- SOMATOFORME METADIAGNOSE -

"...der mit seiner 'Grundlosen Inwesenheit'

das ewige Präsenz zur Kernbotschaft erhebt..."
Die taz über De Toys (1999)

 

Das 4-jährige Therapie-Tagebuch als 224 Seiten starkes Taschenbuch (auch als eBook) angefangen bei der Frage "bin ich überhaupt therapierbar?", aufgehört bei der Frage "ab wann kann ein Objekt seine eigene Existenz bemerken?" und der Fähigkeit, sich ohne den Zwang zur Identifikationsneurose leibhaftig WAHR-nehmen zu können - eine Reise von privatistisch-persönlichen Problemen während des Klinikaufenthaltes über Themenkreise der ambulanten Psychotherapie, bis hin zu transpersonalen Erkenntnissen über künstliche Intelligenz und die Überwindung religiöser Spekulationen - DIE ANKUNFT IM TOTALEN SEIN...

"MEHR JETZT" - Bewußtseinswandel von der Symbolistik zur Präsentomatik
KOSTENLOSE LESEPROBE! ISBN 9783735756688: Dank BoD ist die gesamte 224-seitige Metadiagnose "MEHR JETZT" (seit Dezember 2014 bis inkl. Blog-Nr.89) als Taschenbuch erhältlich. Die vorliegende 50-seitige Leseprobe enthält einige der wichtigsten Abhandlungen zur "Überwindung der urschizophrenen Objektkultur", die sich im Laufe der 4-jährigen Tagebuchnotizen als Schwerpunktthema herausstellt...
MEHR JETZT 2015 Bewußtseinswandel 224 Se
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"Die domestizierte Persönlichkeit der sozialen Realität ist nur ein belangloser Bruchteil des natürlichen Erlebnis- und Intelligenzpotentials eines menschlichen Hundertzehn-Milliarden-Zellen-Biocomputers. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes unserer Sinne beraubt und leben nur wenig bewusster als jedes beliebige Herdentier. (...) Der nächste Schritt der Gehirnwäsche besteht darin, das Opfer davon zu überzeugen, dass jeder, der die Welt nicht einem speziellen Realitätsmodell entsprechend sieht, entweder gottlos, dumm oder verrückt ist."
Timothy Leary, in: NEUROPOLITIK (1977)

 

">Ich< ist lediglich die Vorstellung meiner selbst, ein Gedanke unter anderen. Wenn man diesen Gedanken ernst nimmt, erweckt er die Illusion, daß man von der Natur getrennt sei, ein Subjekt, das Objekte ins Auge faßt. Wenn aber das Subjekt eine Illusion ist, dann sind die Objekte keine Objekte mehr. Innerhalb des Schädels und der Haut wie auch außerhalb gibt es nur noch EINEN Strom, der von selbst dahinfließt."
Alan Watts, in: ZEIT ZU LEBEN (1972)

 

"Schließlich erlebt der Mensch mit Verdrängungen keine Dinge und Menschen, sondern sein Erleben ist gedanklicher Natur. Er hat die Illusion, mit der WELT in Berührung zu sein, während er nur mit WORTEN in Berührung ist. (...) Wenn man keine Verdrängungen hat, lernt man wieder, die Wirklichkeit unmittelbar und unverzerrt zu erfassen, und erwirbt wieder die Einfachheit und Spontaneität des Kindes."
Erich Fromm, in: ZEN-BUDDHISMUS UND PSYCHOANALYSE (1960)

 

"Du kannst das alles loslassen, du kannst den ganzen Krampf entspannen. (...) Das scheinbare Ich kann nichts tun, um zu erkennen, dass es eine Illusion ist. (...) Plötzlich Leere, plötzlich niemand da, zu dem all das gehört. (...) Niemand kann dir zu dem verhelfen, was schon der Fall ist. (...) Es ist niemand da, der den Verstand transzendieren könnte. (...) Das wilde Auf und Ab der neurotischen Denkmaschine mündet ein in ein gelindes Staunen. (...) Aufwachen heißt, die Leerheit der Leere sehen."
Richard Sylvester, in: ERLEUCHTET - UND WAS JETZT? (2006)

 

"Ich möchte, dass ihr zugleich aber auch den Unsinn durchschaut, den die meisten esoterischen Wege produzieren, diese neue Art der Religiosität, die größtenteils kein bißchen intelligenter ist als die alte."
Wolf Schneider, in: FÜHREND IM AUFKLÄREN VON FÜHRUNG?

(connection spirit 11-12/2013)

 

 

sOMatoform 79, 26.6.2014

"MEHR JETZT" - MEHR ALS EIN NACHWORT...

 

Dieses buch dürfte im grunde nicht existieren. Es ist dem größten skandal der geschichte der menschheit gewidmet, dem ultimativen bewußtseinsskandal oder auch: der urschizophrenie. Es richtet sich daher sowohl an die wenigen, die schon in ihrer inwesenheit angekommen sind, als auch an diejenigen unter uns, die noch nicht wissen, woran sie überhaupt leiden, weil sie das abwesende leben normal finden, das sie sich gegenseitig aufzwingen. Das komplizierte an dem skandal ist die schwierigkeit, ihn zu überwinden, obwohl es sehr leicht ist, seine ursachen zu erkennen. Wir spüren, daß wir uns immer im kreis drehen, wenn wir die entfremdung gedanklich auflösen wollen, und ahnen allmählich, daß diese falle vielleicht damit zu tun hat, daß die befreiung nicht geistig sondern organisch stattfinden muß: als heimkehr ins tiefenorganische selbstgefühl! Das gefühl für sich selbst wird gesucht! Das umarmen der eigenen anwesenheit aus der innersten mitte heraus, die wir sind, ohne daß "jemand" in dieser mitte sei. Es ist die leere mitte, das loch, aus dem das bewußtsein heraus schaut und tausende namen für sich erfindet, um seine eigene existenz zu benennen und zu beweisen. Das selbst will sich selber beweisen, daß es existiert, indem es behauptet: ICH BIN - aber dann darüber verzweifelt, daß es weder das "ich" noch das "bin" eindeutig definieren kann. Das ist der augenblick, wo die perversion ihrem höhepunkt zustrebt: das ich fragt sich selbst, wer es sei, obwohl es identisch ist mit dem fragenden und darum nichts suchen braucht sondern bereits IST. Sein vorhandensein ist die voraussetzung für seine selbstbefragung, nicht erst sein ziel. Aber die große entdeckung der eigenen existenz ist ein paradoxer aha-effekt, denn im selben atemzug fragt sich das ich: WER BIN ICH, jetzt da ich weiß, daß ich bin. Diese spaltung in subjekt und objekt, in das ich, das sich fragt, und das ich, das befragt wird, ist diese urschizophrene absurdität, aus der religionen und philosophien entstehen. Die menschheit hat tausende jahre damit verbracht, diese aufspaltung der welt in dualistischen gegensätzen zu formulieren. Auf diesem glauben, daß die medaille aus zwei seiten bestünde, sind zivilisationen gewachsen.

Der materialismus und seine metaphysik, das körperliche und seine seele, die ganze natur und das geistige, die welt und ihr gott, die außenwelt und ihre innerste wahrheit, objekte und das bewußtsein, die aufzählung lässt sich beliebig fortsetzen. Der mensch hat sich eine lebensweltliche matrix erschaffen, die der doktrin der dualismen verfallen ist. Wir sind besessen vom dualismus! Die frage nach unserem eigenen ich wurde zum fluch der kulturen. Und da diese private psychologische suche auch kollektiv thematisiert wurde, entstand über die vielen jahrtausende ein philosophisches klima, das sich so offiziös und seriös institutionalisiert gebärdet, daß jedes hineingeborene menschenkind gar nicht erst selber bemerken braucht, daß man sein eigenes ich in gewisser weise in frage stellen kann, sondern der zweite schritt schon als antwort parat liegt. In schulen und universitäten wird der dualismus von anfang an so subtil ins gehirn getrichtert, daß keinerlei zweifel an seiner richtigkeit aufkommt. Die werbung in massenmedien und die erziehung durch staat und familie sind derart perfekt aufeinander abgestimmt, daß die lüge nicht auffliegt. Die menschliche zivilisation ist eine geschichte der massenhypnose! Wer anfängt, aus diesem tiefschlaf nur eine spur weit aufzuwachen und zu behaupten, wir träumten bloß, wird als spinner verstoßen oder als heiliger verehrt, je nachdem, mit welchem vokabular er sich schmückt. Aber du kannst deinen nachbarn mit bestem gewissen entsetzt rütteln und schütteln, ihn lang und breit aufklären, ihn anschreien und ohrfeigen: WACH AUF, WACH AUF! Er wird dich verwundert anstarren, dich bestenfalls für ein genie halten, das sich zu viele gedanken macht, oder schlimmstenfalls für einen sektenvertreter, der sein geheimwissen verkaufen will. Daß die gesamte menschheit wie eine sekte organisiert ist und reibungslos funktioniert, wird ihm durch deinen schock nicht bewußt. Die entdeckung der selbstlüge der menschheit macht einsam, macht traurig, macht übersensibel und unglücklich. Wer aufwacht aus der kollektivhypnose, muß andere strategien entwickeln, um mit dieser welt klar zu kommen. Sein glück kann er nicht mehr an den produkten des dualismus festmachen, das konsumieren und reproduzieren von urschizophrenen ideen verliert seinen reiz. Die medaille hat keine seiten mehr, diese inwesenheit ruht in ihrem nullpunkt...

Weitere Hörbeispiele:

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