KÜNSTLERPORTRAIT 1989-2011

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KNK-PARTNERPROJEKT zwischen den Bezirken Neukölln & Wedding: mangels Interesse seitens der Künstler selbst gescheitert - nur 10 Bewerber !!
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"Es hat sich dahin entwickelt, daß die Ansprüche an die Texte immer niedriger wurden und das Sich-in-Szene-setzen (-das im negativen Sinne Eventhafte-) in den Vordergrund gerückt ist. Auf einmal kriegt Jeder die Möglichkeit, auf einer Bühne mal für fünf Minuten der Held zu sein, fünf Minuten der Star zu sein. Und um der Star zu sein, nimmt man jeden Trend in Kauf. Und die Sprache ist Medienrummel, die Sprache ist Spektakel - nicht mehr lyrische Inspiration."
TOM DE TOYS, 14.3.2000: 

DER TREND ZUM EVENT - JEDER IST EIN STAR

("WortSpiel - Wenn Literatur zum Event wird", DeutschlandRadio 89,6 Mhz)

" Es gibt keine Ausländer - wir sind alle Inländer der Erde! "
TOM DE TOYS, 6.5.2005:

ABWANDERUNG NACH NEUKÖLLN ALS NEUE KUNSTHOCHBURG

("Café Global", multikulti 96,3 Mhz)

 

De Toys & "Das Rilke Radikal" @ Cafe Grenzenlos, Düsseldorf 1996
De Toys & "Das Rilke Radikal" @ Cafe Grenzenlos, Düsseldorf 1996
TAIJIQUAN (c) De Toys, 14.8.2009 (Dreiländereck Kreuzköllptow)
TAIJIQUAN (c) De Toys, 14.8.2009 (Dreiländereck Kreuzköllptow)

 

 - 11.5.2011 -

 

Samuel Lépo (Ehemaliger G&GN-Pressesprecher)

 

JEDE SEKUNDE IST KUNSTBAR

Von Köln nach Neukölln und zurück (1989-2011): Der Jülicher Künstler Tom de Toys verlässt Berlin

 

 

Alles begann für ihn nach einer stationären Therapie in der Psychosomatischen Klinik Bad Honnef im Winter 1988/89: De Toys trat aus der Kirche aus, um kurz darauf am Decksteiner Weiher im Kölner Grüngürtel eine mystische Erfahrung zu machen, die seine Lochismuß-Lebensphilosophie begründet. In seinem Kurzgedicht "KONTAKT" verarbeitet er diese "transreligiöse" Erfahrung als Auftakt der Direkten Dichtung und entwickelt seine neue "integral-impressionistische" Landschaftsmalerei, deren wichtigste Motive aber erst später in Berlin entstanden (Reichstag, Fernsehturm und Allianzgebäude), wo er 1998-2000 einen Literatursalon im legendären Kunsthaus Tacheles betreibt. Während seiner Kölner Jahre am ersten Standort des G&GN-Instituts (1989-1995) macht er sich einen Namen als Lyrik-Performer, wird nebenbei Teil der SocialBeat/Slampoetry-Bewegung, von der er sich bald wieder distanziert, organisiert das 1.Off-Lyrik-Festival im BelAir, und wandert im Winter 1995/96 wegen seiner Beteiligung am Projekt der "Space Indians International" für die erste "Unesco Biennale für Kunst & Ökologie" (die in Buenos Aires stattfinden sollte, aber kurzfristig abgesagt wurde) nach Düsseldorf ab, wo er das experimentelle Bandprojekt "Das Rilke Radikal" (DR2) ins Leben ruft, bis ihn schließlich der Ruf ans Tacheles dazu bewegt, das Rheinland ganz zu verlassen. Nach einzelnen Engagements im Deutschunterricht Berliner Gymnasien und einer Brasilien-Tour 2001, die dank des Goethe-Instituts mit der Welturaufführung seiner frisch erfundenen Quantenlyrik an der Universität von Sao Paulo endet, zieht er in den Bezirk Neukölln, der damals noch tief und fest schläft. Als sein Gedicht "ÜBERSTRÖMUNG" für den Kinostreifen "Poem" mit Starbesetzung verfilmt wird, kauft sich De Toys einen schicken schwarzen Anzug, der allerdings unbenutzt hängen bleibt: die bereits abgefilmte Szene wird nachträglich stattdessen musikalisch mit Schillers Ode "An die Freude" unterlegt. Für das Portal "Künstlernetz Neukölln" (KNK) der Galerie Schillerpalais übernimmt er 2005-2008 einen neu geschaffenen Posten als Crashkurs-Dozent und Online-Redakteur mitsamt Eventmanagement für Kulturprojekte. Zufällig pünktlich im Skandaljahr 2006 vermittelt er mithilfe seiner Idee von "Objektlyrik" im Kunstunterricht der Rütli-Schule die deutsche Sprache auf spielerisch-kreative Weise, die den Schülern nahelegt, was schon Beuys sinngemäß wußte: JEDER SCHÜLER IST EIN KÜNSTLER! Ebenfalls im Verlaufe des Jahres 2006 wird De Toys als Spitzenkandidat der brandneuen Kulturpartei für die Senatswahl aufgestellt. Leider entschieden sich zu viele Wähler gegen die Kulturrevolution "von unten". Als ihn sehr seltsame somatoforme Störungen immer mehr zwingen, sein "Artoholic"-Syndrom als selbständiger Künstler bis zur totalen Arbeitsunfähigkeit herunter zu schrauben, sind bereits 2000 Gedichte entstanden, über 150 Publikate im Selbstverlag, unzählige Beiträge für Literaturmagazine (zuletzt für "Mein heimliches Auge", "floppy myriapoda" und "Das fröhliche Wohnzimmer") sowie regelmäßige Beteiligungen sowohl an Ausstellungen (mit Bildern, Fotos und Performances) als auch an Lesungen, wie z.B. zum 10.Weltpoesietag im Düsseldorfer zakk mit der Rezitation von Gedichten des Jülicher Nahbellpreisträgers Karl-Johannes Vogt. Im Winter 2010/11 entscheidet sich Tom de Toys zu einer weiteren stationären Therapie, um die 20 Jahre als freischaffender Visionär kritisch zu beleuchten. Gerade entlassen, führt die Begegnung mit einer Jugendliebe zur spontanen Entscheidung, wieder nach Düsseldorf zurück zu ziehen. Die Anzahl der Liebesgedichte gemäß seiner Poetologie der "Erweiterten Sachlichkeit" (E.S.) nimmt plötzlich rasant zu: De Toys ist wieder ganz in seinem Element und betreibt darüber hinaus eine neue Homepage bei Jimdo, die das gelöschte Archiv des G&GN-Instituts weit mehr als ersetzt, weil nun beides vereint ist: Dokumentation mit topaktuellen Updates! Außerdem kann sich jetzt freuen, wer seinen Kölner Gedichtband "JeDaZeitBereit" (im Claus Richter Verlag 1993) mochte, denn das Manuskript für seinen Best-of-Werkquerschnitt "BODENLOS VERWURZELT WIE EIN STERN" mit 55 Gedichten aus allen Schaffensphasen wartet nur noch auf den richtigen Verlag...

FORTSETZUNG ALS EXKLUSIV-INTERVIEW FÜR KULTURAextra 2012

De Toys & "Das Rilke Radikal" @ Nikodemuskirche, Berlin 2009
De Toys & "Das Rilke Radikal" @ Nikodemuskirche, Berlin 2009

Weitere Hörbeispiele:

www.DirekteDichtung.de

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