3.Rede (25.-31.12.2005) für die Kulturpartei:

"LiCHTKULTUR STATT LEi(T/D)KULTUR"

in gedenken an den ekstasepolitiker Dr. Timothy Leary und den LSD-chemiker Dr. Albert Hoffmann (100. lebender geburtstag 2006)
gewidmet den ebenfalls NOCH LEBENDEN kulturförderern Hartmut Reliwette (kunstmeister des "Joseph-Beuys-Gedächtnis-Labyrinthes"), Dr. Dieter Porth (hitgedichte-moderator), Dr. Michael Gratz (lyrikszene-journalist) und dem SocialBeat-Veteranen C.C. Kruse ("Factory27")

 


Tom de Toys, 25.-31.12.2005: 3.Kulturrede

LiCHTKULTUR STATT LEi(T/D)KULTUR


liiiebe freunde der vision einer kulturpartei !
natürlich sind all meine blumigen ausführungen der ersten beiden reden nicht tageslichttauglich - sie sind eher für kosmische verhältnisse gedacht, also für einen neuen menschentypus, der uns in spirituellen traditionen als "erleuchtet" oder "erwacht" angedeutet wird. mir ist doch klar, daß ein solches bewußtsein nicht ohne weiteres als kollektiver standard angesetzt werden kann, obwohl sich die deutschen dichter und denker, in deren land wir ja leben, genau darüber ausgiebig geäußert haben, und wir diese unsere väter der deutschen intellektualität durchaus wertschätzen, uns mit ihnen sogar schmücken (besonders in jubiläumsjahren), aber: ERNST werden sie deshalb trotzdem noch lange nicht genommen. die vielgepriesene deutsche ernsthaftigkeit ist genau genommen eigentlich ein VERRAT AM ERNST er kosmischen lage der nation, nämlich eine engstirnige reduktion des menschen auf ein arbeitstier, und wenn er keine arbeit hat, dann auf ein arbeitsloses vieh, das man erstrecht rumkommandieren dürfte. und so machen es ja die anderen länder auch: wir führen uns überall auf die schlachtbank anstatt einmal allesamt stehenzubleiben, die augen weit aufzureißen, uns gegenseitig anzuschauen und zu fragen: was machen wir hier eigentlich? was soll der ganze quatsch? was für ein lächerliches theater, in dem einer mehr als der andere leidet. letztens erst sprach ich mit einer künstlerin darüber, was wir wohl außerirdischen intelligenzen erzählen würden, wenn sie uns fragten, was wir besonders gut können, was diesen planeten quasi auszeichnet. und wie aus einem munde platzte es aus uns beiden heraus: uns fertigmachen! ja, ist das nicht schrecklich, meine damen und herren, ist das nicht eine art SEELISCHER SUPERGAU ?!!! da strömen die massen ins kino, wenn raumschiffabenteuer gezeigt werden, aber im echten leben spielen sie ganz kleinkariert krieg mit ihrem nachbarn - was für eine schizophrene pseudokultur!
meine damen und herren, dieses ganze gerede um "leitkultur" oder keine ist weder richtig noch falsch sondern symptomatisch für den ordnungswahn der kulturbürokraten, die das kulturelle leben nach außen so griffig vermarkten wollen, daß die ganze palette, die vielfalt des künstlerischen einfallsreichtums auf der strecke bleibt. wenn überhaupt ein kulturministerium sinn macht, dann NICHT um eine staatskunst von oben zu definieren sondern die schubkraft von unten zu erhöhen, wo die geburtswehen der kunst meist ohne hebammen stattfinden! der SCHUTZ VON KULTUR ist zugleich eine forderung, nicht nur die endprodukte naiv zu bewundern, als ob sie aus dem nichts entständen; nein, dieser schutz muß vorallem den schaffensprozess selbst beinhalten; denn nur wer das unnötige leiden der künstler verhindert, gewährleistet auch nachhaltig eine maximale qualität der ergebnisse und damit das herausschälen eines ästhetischen standards, der sich selbst in form eines breitgefächerten spektrums entwickelt und eben nicht durch die redundante trendmacherei einer rein profit- und prestige-orientierten kulturindustrie, die dem volk ein paar ausgewählte gewinner vorgaukelt und behauptet, nur das sei das gelbe vom ei, und diesen gelbstich dann ganz dreist auch noch inflationär teuer vermarktet. meine damen und herren, ich sage ihnen nicht ohne angst vor dem üblichen verlauf von parteien, die anfangs mit großen zielen antraten, um schließlich doch im alltagsbetrieb der stretchlimousinen und nadelstreifenanzüge zu versanden: sobald sich der erste abgeordnete einer kulturpartei von der unterhaltungsindustrie um die finger wickeln läßt und bestechlich wird, schaufelt sich diese partei schon ihr eigenes grab. nur wenn wir die künstlerschicht selber anhören, reduzieren wir das berufsrisiko aufgeblasener totgeburten, für die steuergelder verschwendet werden. wir brauchen die meinung der künstler durch gezielte umfragen und kontinuierliche szene-recherchen. wir brauchen mehr licht in den kellern unserer kreativen landeskinder, um keine kranken und toten künstler zu befeiern, an deren schicksal der staat selber mitschuldig ist. wir wollen glückliche künstler sehen, die ihrem schaffen mit ebensolch großer begeisterung und stolz nachgehen und den RESPEKT der gesellschaft zu ihren lebzeiten genießen, wie jeder handwerker, bäcker oder chemiker, wenn er sich eins fühlt mit seiner tätigkeit und nicht dafür noch bestraft wird, daß er brötchen backt, obwohl sie keine philosophische abhandlung enthalten sondern nur wasser und mehl. sie lachen, aber das ist der springende punkt: ebenso wenig wie man materielle produkte wie brötchen auf ihren philosophischen gehalt hin prüft, hat man auch nicht von einem bild oder musikstück zu verlangen, daß es umgekehrt einen materiellen nutzen haben müsse - im gegenteil: der gebrauchswert von kunst ist ja eben ein geistiger mehrwert, und ebenso wie die geschmacksnerven dazu da sind, das essen als lecker zu empfinden, so müssen wir auch unsere sensibilität für die geistigen dinge trainieren. und auf diesem gebiet, meine damen und herren, gibt es noch reichlich zu tun, auch und besonders in angesichte einer geistlosen globalisierung, die durch die brille der kapitalvermehrung als selbstzweck schaut anstatt den klaren blick für die VERNETZUNG VON KULTUREN zu behalten. die versäumnisse fangen doch schon in der schule beim ungenügenden kunstunterricht an und sie münden dann direkt in luftlinie beim KOLLAPS DER KUNST selber in einem gesellschaftlichen kontext, der sich kunst nicht mehr leisten kann und auch nicht will, weil er gar nicht darüber aufgeklärt wird, was er verpaßt! achten sie mal genau auf die typischen radio-, fernseh- und zeitungsmeldungen: die wahrscheinlichkeit, daß über kunst etwas berichtet wird, ist doch am allergrößten kurz vor oder nach dem tod ihres schöpfers. dann nämlich schmücken sich sämtliche medien wie aasgeier mit seinen organen und die kulturindustrie übernimmt das von langer hand vorbereitete ausstopfen der heldenhaut. genau dieser zombiekult ist es, der NICHTS mit kultur zu tun hat. denkmalpflege hin oder her, kultur fängt immer mit ihren LEBENDEN protagonisten an, nicht erst als erinnerungskultur! dieser zombiekult zeugt nur von dieser immensen irrationalen angst, sich den leibhaftigen künstlern zu stellen, ihre werke als den realen kulturprozess ernst zu nehmen, sich mit ihren existenziellen und kritischen stimmen auseinanderzusetzen. eine nation kann ihre demokratie daran messen, wieviel freiheitsstruktur ihre kulturlandschaft aufblühen läßt, wieviel bedeutung sie ihren künstlern beimißt und inwiefern sie kunst überhaupt verträgt.
eine demokratie ohne kunst ist wie eine religion ohne gott, ja wie eine maschine ohne seele. eine demokratie ohne kunst ist eine schleichende SEELISCHE SELBSTVERSTÜMMELUNG, die uns mindestens so viel gefahren beschert wie der klimawandel, dessen prophezeiung die politik aufgrund sogenannter "sachzwänge" der wirtschaft zwanzig jahre lang ignoriert hat. sind wir als nation wirklich schon derart verblödet, daß wir uns DAS gruselkabinett gar nicht ausmalen können, wenn wir weiterhin raubbau an der kunst betreiben? wohin ein verengter geist führen kann, sollte gerade uns deutschen sehr gut im gedächtnis bleiben. heute spricht man nicht von "entarteter" kunst sondern verschweigt sie ganz einfach durch nichtförderung. das ist subtiler, unauffälliger und sauberer; denn was nicht gefördert wird, erfährt keine mediale beachtung, und was nicht massenmedial verbreitet wird, existiert für die masse erst gar nicht. und exakt dieser teufelskreislauf muß durchbrochen werden, damit wir aus dieser hypnotischen matrix erwachen und aufhören zu glauben, es gäbe nur klassiker und musicals und alles andere sei minderwertig oder kriminell. dem volk muß gezeigt werden, was man ihm vorenthält, damit es DANN erst wirklich FREI entscheiden kann, was ihm gefällt und was nicht, womit es sich identifizieren kann und womit eben nicht. erst dadurch entstehen kulturelle werte direkt aus dem volk heraus und die chance besteht, irgendwann wieder am horizont so etwas wie "kultur" zu erblicken - wie einen schimmer von morgenröte, ausgelöst durch die sonne im herzen der menschen. DAS ist das ECHTE weltraumabenteuer, das abenteuer ein GANZER mensch zu sein. es beginnt auf der erde und MEINT die erde, diesen einzigen kulturplaneten weit und breit...

5.Rede = "MANIFeST DeR GeNeRATION GeGeNWART & eWIGKeIT"

 

"Das Überleben ist sehr teuer geworden, außerdem gibt es viel weniger Möglichkeiten, sich heute als Künstler auszugeben und entsprechend Zuwendungen zu bekommen. Damals gab es viel mehr Schlupflöcher im System. Die sind weit gehend alle gestopft worden."
Alex Hacke (Alexander von Borsig), im taz-Interview "Ich wollte nerven" (26.3.2005)

"Wir beobachten diese Debatte seit Jahren und wir haben uns schon mehrfach geärgert über Begriffe wie Leitkultur oder Parallelgesellschaft. (...) In anderen Ländern würden diese Fragen nie so gestellt. Bei uns schwiemelt man so herum, ohne dass es markante Charakteristika gibt, davon, was es eigentlich bedeutet, deutsch zu sein. (...) Wir Deutschen haben große Probleme uns mit Themen wie Heimat und Nationalstolz zu beschäftigen. Dabei brauchen wir diese 'Wir-Bilder'. Wir sind aber auf einem guten Weg, von dem 'belasteten Wir' der Kriegsgeneration wegzukommen. Es wächst eine Generation heran, die diese Erinnerungskultur nicht mehr hat."
Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, im DeutschlandradioKultur-Interview
"Kein schöner Land? Die Deutschen zwischen Heimatgefühl und Leitkultur" (29.10.2005)

"Der gegenwärtige weltweite Zeitstandard, der Gregorianische Kalender, ist nicht im Einklang mit den Zyklen der natürlichen Zeit! Er ist unregelmäßig, unlogisch und somit nicht harmonisch. Seine 12 Monate entsprechen nicht den 13 Umkreisungen des Mondes um die Erde in einem Jahr und sie sind unterschiedlich lang, 28 bis 31 Tage. Zudem entsprechen die Namen der Monate nicht ihren Positionen (z.B. 9.Monat September kommt von septime=sieben, 10.Monat Oktober kommt von okta=acht, etc.). Der Aufbau des Gregorianischen Kalenders stellt keine wissenschaftliche Norm der Zeit dar! Die Unordnung dieses Zeitsystems programmiert die menschliche Gesellschaft auf eine chaotische und zerstörerische Denk- und Lebensweise. (...) Der immer kritischer werdende Zustand der globalen Gesellschaft (Armut, Kriege, Terrorismus, Umweltprobleme, wirtschaftliche Krisen, Arbeitslosigkeit, etc.) kann solange nicht dauerhaft positiv verändert werden, solange das Basisprogramm der Gesellschaft -der Kalender- nicht geändert wird. Aus diesem Grund ist der disharmonische Gregorianische Kalender durch den harmonischen 13-Monde-Kalender zu ersetzen, um die Menschheit wieder mit den Zyklen der natürlichen Zeit in Einklang zu bringen und den Menschen dadurch die Möglichkeit zu geben, wieder in Harmonie und Frieden miteinander und der Erde zu leben. (...) Der weltweite Kalenderwechsel hat am 26. Juli 2004 begonnen und wird bereits in über 90 Ländern der Erde durchgeführt."
Zitat vom PAN-Flugblatt "Die Harmonische Umwandlung" (seit 2004) mit dem Untertitel "Das Gesetz der Zeit und der globale Kalenderwechsel" (Weltweite Friedensbewegung zum Wechsel in den 13-Monde-Kalender bis 2012)

Weitere Hörbeispiele:

www.DirekteDichtung.de

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