G&GN-SCHLAGWORTWOLKE von A wie Antitourismus bis Z wie Zen2go

"Über die große Weigerung und die neue Sensibilität ging die Politik zur Tagesordnung über und die Kulturindustrie zum Geschäft mit der Rebellenromantik; und da die Revolution nicht gelang, blieb einzig die Ästhetik zurück."
Harald Hartung, 1985 in: DEUTSCHE LYRIK SEIT 1965

 

 

"...die Politiker an der Macht, links und rechts gleichermaßen, vertreten unter falschen, zur Schau aufeinander abgestimmten Differenzen ein und dasselbe Programm. (...) Der öffentliche Gebrauch kritischer Vernunft gerät in Verruf, es profitieren die irrationalen Gesetze der Kommunikation, vorsätzlich theatralisiert und inszeniert von Finanzkonsortien mit Monopolstellung; tagtäglich manipuliert man die Massen durch suchtfördernden Gebrauch des Fernsehens, jedes einigermaßen konstruktive Projekt wird zugunsten einer Religion des Konsums verhindert usw." Michel Onfray, in: DIE REINE FREUDE AM SEIN (2006)

 

Zahlreiche G&GN-Domains erzielen bis zu 100 tägliche Zugriffe, behauptet eine automatische Statistik. Sollten diese Messwerte stimmen, dann hätte das G&GN-Institut ungefähr 5000 Besucher pro Tag! Wenn nur 1 einziger Mensch darunter wäre, der sich für die bereitgestellte Information durch eine Finanzspritze bedanken könnte, wäre das Überleben des Instituts nicht permanent gefährdet. Das G&GN hat zwar einige ebenso mittellose Hausfreunde und kollaborierende Kollegen, aber hinter dem ganzen Projekt mit 40 Pseudonymen steckt seit über 2 Jahrzehnten der unermüdliche Fleiß des autodidaktischen Neuropoeten Herrn De Toys. Was die wenigsten ahnen: nicht nur Genies wie Kurt Schwitters und Robert Anton Wilson kannten die Nachteile der Armut, auch ein LEIBHAFTIG HEUTE LEBENDER "kritischer" Denker/Dichter gibt seine letzten Kröten am Ende des Monats eher für Bücher & Domainkosten als für Brot aus und speckt dafür ein bißchen ab, was ja nie schaden kann, da das nötige Kleingeld für den Sportverein ebenfalls fehlt. Aber was dabei wirklich auf der Strecke bleibt, ist die bildungstechnisch sinnvolle Beteiligung am kulturellen Alltag in unserem supersozialen Sozialstaat, der jeden Hartz4-Empfänger zum kreativen Däumchendrehen zwingt, während Politiker Steuergelder für ihr gelangweiltes Luxusleben verbraten (und Steuerhinterziehern im Stadion sogar öffentlich händeschüttelnd gratulieren - Kriminelle auf höchster Etage unter sich?) anstatt damit die Massen von ihrem revolutionären Zorn zu befreien, der eines Tages zurückschlägt, wenn niemand mehr damit rechnet. Uns bleibt momentan nur das gesunde Maß an selbsterfundenen Freizeit- vergnügungen wie Spazierengehen in der sogenannten grünen Achse und Löcher "an" die Decke starren. Warum man allerdings keine Löcher AN sondern nur DURCH die Decke starren kann (wir sind da sehr penibel, wenn es um unsere Hauptthemen geht), ist eines der vielen Problemfelder, die wir auf unserer Homepage beackern - und uns über jeden freuen, der das bestellte Feld betritt ;-)

 

"Die Erfindung von irgendwelchen himmlischen Paradiesen wäre halb so schlimm, bezahlte man dafür nicht einen hohen Preis: das Vergessen der Wirklichkeit, und damit die schuldhafte Vernachlässigung der einzigen realen Welt. (...) Die Leichtgläubigkeit der Menschen übersteigt jede Vorstellung. (...) Eine gut geleitete Innenschau führt zum Rückzug der Träume und Wahnvorstellungen, von denen sich die Götter ernähren. (...) Noch nie sind so viele Falschmeldungen als erwiesene Wahrheiten gefeiert worden. (...) Denn Gott ist weder tot noch im Begriff zu sterben - auch wenn Nietzsche und Heine dies glauben. Und zwar einfach deshalb, weil er nicht sterblich ist. Eine Fiktion stirbt nicht, eine Illusion vergeht nie und ein Kindermärchen läßt sich auch nie wiederlegen. (...) Ein toter Gott würde eine Gewöhnung an das Nichts voraussetzen. Von einem solchen ontologischen Fortschritt sind wir jedoch Lichtjahre entfernt... (...) denn die Neurose, die zur Erschaffung von Göttern führt, erwächst aus der normalen Reaktion der Psyche und des Unbewußten. Die Erzeugung des Göttlichen geht nämlich mit einem ängstlichen Gefühl der Leere eines Lebens einher, das aufhören wird. (...) A-theist. Das verneinende Präfix steht für eine Negation, für einen Mangel, eine Lücke oder eine Oppositionshaltung. Es gibt keine positive Bezeichnung für denjenigen, der nicht den Schimären opfert, nur diese sprachliche Konstruktion, mit der die Amputation noch verschärft wird: A-theist also, aber auch Un-gläubiger, A-gnostiker, Ir-religiöser, Un-frommer. Nichts, was auf den positiven, bejahenden, freien und unabhängigen Aspekt des Individuums hindeutet, das jenseits der Fabeln und des magischen Denkens zu Hause ist."
Michel Onfray, in: WIR BRAUCHEN KEINEN GOTT (2005)

 

"GIBT ES ETWAS, DAS GESPENSTISCHER WÄRE ALS DIESER DEUTSCHE KULTURBETRIEB MIT DEM FORTWÄHRENDEN RUF NACH STIL ETC.? WO BLEIBT IHR STIL, WO BLEIBT IHR STIL? HABEN SIE DENN KEINE GUTEN MANIEREN?"

Rolf Dieter Brinkmann, in: DIE PILOTEN (1968)

Weitere Hörbeispiele:

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