NAHBELLPREIS sucht MÄZENE für Veteranen und Hoffnungsträger der "lebend(ig)en" deutschsprachigen Lyrikszene

Am 4.1.2011 verstarb der 12.Nahbeller HADAYATULLAH HÜBSCH

Am 18.6.2013 verstarb der 10. Nahbeller KARL-JOHANNES VOGT

"Hat Lyrik noch eine Funktion innerhalb der Realität unseres modernen Lebens? Wenn ja, welche? (...) Lyrik lädt uns ein zu der einfachsten und schwierigsten aller Begegnungen, der Begegnung mit uns selbst. (...) Daher ist die Selbstbegegnung des Lyrikers zugleich einmalig und Modell von Begegnung überhaupt: mit den andern, mit der Wirklichkeit. Unwiederbringlicher Augenblick, Zeit außer der Zeit. Im Gedicht ist er eingefroren, auftaubar. Wirklicher als die Wirklichkeit: ihr jeweils neu und anders realisierbarer Potentialis."
Hilde Domin: WOZU LYRIK HEUTE? LYRIK UND GESELLSCHAFT (1964)

 

"Die sich ermächtigt fühlen, Literaturpreise zu verteilen, haben in der Regel nicht viel mit Literatur zu tun. (...) Insider und Macher wissen da besser Bescheid und können ziemlich leicht beweisen, daß es die Literaturmafia nur in der Vorstellung von Undergroundliteraten gibt, die sich selbst nichts zutrauen. (...) Wo Originalität eine Frage von Reklame ist, da schlägt die Sternstunde der Abstauber. Genug öffentliche Mäzene lassen sich finden. Sie geben den preiswütigen Kulturfunktionären die Gelegenheit, die Fiktion einer intakten Kulturlandschaft zu verbreiten. Öffentliche Gelder finden Verwendung, um die Öffentlichkeit irrezuführen."
Klaus Stiller, in: LITERATUR ALS LOTTERIE (1974)

 

Der NAHBELLPREIS wird seit dem Jahre 2000 alljährlich am 21. Juni als alternativer Lyrik-Nobelpreis laut Urkunde an "deutschsprachige lebende Dichter für die lebenslängliche Zeitgeistresistenz und Unbestechlichkeit im poetischen Gesamtwerkprozess" verliehen und ist mit 10 Millionen Euro der WELTWEIT HÖCHSTDOTIERTE Literaturpreis, dessen Preisgeld allerdings bis heute mangels Sponsoren noch nicht ausgeschüttet werden konnte. Die extreme Höhe der Geldsumme ergibt sich aus der Vision, daß die geehrten Dichter nicht nur mit einem symbolischen Kleckerbetrag abgespeist werden sollen, mit dem sich in der heutigen europäischen Lebenssituation nur kurz überleben lässt, sondern genügend Startkapital bereit gestellt wird, um diese "unbequemen" Lyriker bei der Umsetzung ihres gesamten poetischen Lebensplans realistisch zu unterstützen. Das Entscheidende daran ist: All unsere Gewinner führen kein egomanes Privatleben, das mit dem Preisgeld nur unnötig versüßt würde, sondern arbeiten tagtäglich härter, kreativer & produktiver als manche Manager, denen ein ähnlich hoher Gewinn trotz Mißerfolg vertraglich geschenkt wird. Diese Dichter haben keinen Vertrag mit irgendeiner Instanz, sie forschen selbständig und stellvertretend zum Wohle der Allgemeinheit nach dem, was das Leben verlogen oder lebenswert macht - diese Dichter dienen mit der Entwicklung ihrer Werke der nachhaltigen Qualitätssteigerung unserer soziokulturellen Kontexte! Ihre außergewöhnliche Sprachkunst ist ein fast "unbezahlbarer" seelischer Mehrwert, den es zu schützen und rundum zu fördern gilt, wenn wir die Vision vom Mensch als SICH SELBST ERKENNENDES, SELBST-KRITISCHES SUBJEKT hochhalten wollen! Gerade in krisengeschüttelten Zeiten beweist sich die Wichtigkeit dichterischer Dokumentation menschlicher Möglichkeiten, um in der Ferne, in der Tiefe, in der Vorstellungskraft des freien Geistes ein Licht zu entdecken, wo sich ansonsten nur Dunkelheit breitmachen möchte...

Tragen Sie mit Ihrer großzügigen Förderung dazu bei, die Tendenzen und Zeitgeistströmungen in der Gesellschaft mit den komplexen Wortwelten von "übersensiblen" Ausnahmelyrikern als SEELISCHE SEISMOGRAFEN aufzumischen - gemeinsam bereichern wir damit unseren oftmals zu seichten, normalen Alltag und genießen die Vorfreude auf kommende Werke unserer Nahbellpreisträger, die sowohl uns als auch zukünftige Generationen lebenslänglich begleiten, sobald sie geschaffen werden konnten.

VON LINKS: Rech, Vogt, De Toys (c) G&GN, 31.10.2009 @ Jülich (90.Geburtstagsfeier)
VON LINKS: Rech, Vogt, De Toys (c) G&GN, 31.10.2009 @ Jülich (90.Geburtstagsfeier)

Rech @ LYRIKMAIL (#2066 "P" von De Toys als PoetryToGo-Video)

Vogt @ LYRIKMAIL: #2191 "HAB MITLEID" & #2009 "UTOPIE"

Vogt @ ab 18.3.2010 @ www.LITERATURAUTOMAT.eu (6 Wochen)

Vogt LIVE gesprochen von De Toys am 10.Weltpoesietag (21.3.2010) &

"4 OBLIGATE GEDICHTE - DIE ALTEN BETREFFEND" (PoetryToGo)

 

 

10. Nahbellpreis-JUBILÄUM 2009


OFF-izielle G&GN-Pressemeldung am 19.6.2009:
10. NAHBELL-Preis an Karl-Johannes Vogt


G&GN-Institut Berlin-NewCologne / Karl-Johannes Vogt wurde am 29.10.1919 geboren und lebt schon seit langem in Jülich (zwischen Aachen und Köln), wo es inzwischen auch einen "echten" Nobelpreisträger (der Physik) gibt. Heinrich Böll schrieb Vogt einst, daß ihn seine Gedichte sehr berühren und er weiter dichten solle. Vogt hielt diesen persönlichen Brief sein Leben lang geheim, wie es sich eben für private Post gehört - und wurde bis heute nicht veröffentlicht... Am 21.6.2009 wird "dem unbekannten Dichter" Karl-Johannes Vogt nun durch das G&GN-Institut der 10. NAHBELL-Preis für dessen "lebenslängliche zeitgeistresistente" Produktivität zuerkannt. Außerdem erscheinen im Herbst 2009 beim G&GN-Verlag 14 ausgewählte Gedichte aus den Manuskripten "MOMENTE" I+II unter dem Titel "DAS FLUGZEUG ÜBER MIR WECKT KEINE SEHNSUCHT" in der Edition naHbell als Vogts allererster Lyrik-Einzelband. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gab es vor einigen Jahren ein Hörspiel. Ein Roman ist vom Autor auch lieferbar. Wir gratulieren heute schon zum 90. Geburtstag, denn "Hans" Vogt befindet sich JETZT in seinem neunzigsten Lebensjahr und verstrahlt die Ruhe und Grazie dieser Gegenwartsbewußtheit seiner Dichtung "wie nebenbei" genau so auch im Gespräch!

 

INTERVIEW von De Toys mit Jülicher Nachrichten über Vogt

 

2.Gedichtband von Vogt in Vorbereitung:

"MEIN JAHRHUNDERT IN DER ZIVILISATION"
(Edition naHbell, G&GN-Verlag, Herbst 2012)

EXKLUSIVES PREVIEW @ LITERATURAUTOMAT:

 

Schachtel ab 18.3.2010 @ www.LITERATURAUTOMAT.eu
Schachtel ab 18.3.2010 @ www.LITERATURAUTOMAT.eu

 

G&GN-UPDATE 15.10.2011 @ Jimdo-Poemie-Startseite / "(...) Als einzige Großbaustelle fehlen jetzt nur noch die Nahbellpreis-Dokumente, ausgerechnet jenes Projekt, das auf meine älteste Vision in meiner Jugend zurückgeht! Ich "sah" damals im Geiste eine renovierte alte Villa, wo die Stiftung "ASYL FÜR DAS UNBEKANNTE GENIE" residieren sollte: mit genügend Arbeitsräumen und Schlafplätzen, um jeden überraschenden Gast wie einen Heiligen aufnehmen zu können, ganz gleich in welcher "schwierigen" Bewußtseinsverfassung und zu welcher Tages- oder Nachtzeit er/sie an die Tür klopfen würde und (womöglich verwirrt, verzweifelt, verlebt oder verschüchtert) um Einlass bäte. Einzige Bedingung für die spontane umfassende Notfallförderung sollte ein irgendwie akut in Arbeit befindliches Inspirationsprojekt sein, das den Stipendiaten derart überfordert und vereinnahmt, daß er/sie den alltagsfernen Schutz dieser Villa benötigt, um hier über einen gewissen Zeitraum sein Werk ungestört zu gebären... Leider gibt es bis heute noch immer keinen Mäzen für die bisherigen Nahbellpreisträger, so daß auch ich immer noch mittellos auf ein Wunder warte, um meine Vision zu verwirklichen. (...)"

"Manchmal scheint unsere Entwicklung in großen Sprüngen zu geschehen, während wir zu anderen Zeiten nur winzige Schritte machen oder gar das Gefühl haben, uns zurückzuentwickeln. Doch unabhängig von unserem Empfinden handelt es sich dabei immer um einen kontinuierlichen Wachstumsprozeß. Bereiten Sie sich angemessen darauf vor, medial zu sehen. Schaffen Sie Platz für Ihre eigene Leuchtkraft. (...) Wenn ich mich medial fokussiere ..., ist das so, als ob ich mich in eine kollektive Datenbank einschalte, in der alle Information unabhängig von ihrem Zeitrahmen aufbewahrt ist. (...) Es gibt weder Vergangenheit noch Zukunft, nur diesen Moment. Ich spüre die Geister der Toten überall um mich herum."
Dr. Judith Orloff: JENSEITS DER ANGST, 1996


ZENTRALE ZEITLOSIGKEIT (c) De Toys, 16.10.2011 @ Rummelsburger Bucht (Berlin)
ZENTRALE ZEITLOSIGKEIT (c) De Toys, 16.10.2011 @ Rummelsburger Bucht (Berlin)

Weitere Hörbeispiele:

www.DirekteDichtung.de

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