Rezension der Autobiografie einer paranormalen Psychiaterin

Die sogenannte "Neue Lässigigkeit" versteht sich als STILMITTEL EINER LITERATURTHEORETISCHEN REPORTAGE-METHODE, die versucht, nicht nur von objektiven Fakten wahrheitsgetreu zu berichten sondern die subjektive Betroffenheit des Reporters miteinzubeziehen, um einen Artikel in seiner Menschlichkeit, Authentizität und damit letztlich auch in seiner Glaubwürdigkeit aufzuwerten! De Toys schrieb (u.a.als LORD LÄSSIG) Rezensionen, Reportagen, Essays und Kritiken, die seiner eigenen Vision einer "Neuen Lässigkeit" folgten, indem er sich als beteiligten Erzähler auch mit seiner persönlichen Emotionalität in den Text einbrachte, anstatt möglichst steril, trocken und überernst eine längst hinfällige Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen, die glaubt, "objektive" Fakten unabhängig vom Beobachterstandpunkt produzieren zu können. Inzwischen fließt die Methode einer Neuen Lässigkeit in den meisten Massenmedien quasi unbemerkt als normales Stilmittel ein, denn der zeitgenössische Mensch schreit nach dem Echtzeit-Real-Life-Feeling - was nicht unbedingt dazu führt, daß die Qualität der Berichterstattung immer besser wird. Eine Kritik an der Kritik der Lässigkeit wäre jetzt vonnöten!

 

JENSEITS DER ANGST. Die außersinnlichen Fähigkeiten entdecken und damit leben / SECOND SIGHT. The personal story of a psychiatrist clairvoyant (Warner Books 1996, Deutsch Angelika Hansen, Heyne 1997)

 


Tom de Toys, 15./16.2.2006, 2-3h

OFFENES BEKENNTNIS ZUR "AUßERORDENTLICHEN" SINNLICHKEIT


"DAS ZWEITE GESICHT" ist die persönliche Geschichte einer hellsichtigen Psychiaterin - einer akademisch-fundierten Hellseherin, die gleichzeitig fest in der Schulmedizin und im Ozean mystischer Ungeheuerlichkeiten verankert ist! Dieses Buch macht mich so sprachlos vor Glück, daß ich kaum weiß, wo ich meine Rezension beginnen soll; es ist eine Offenbarung für jeden, der schonmal an die Grenzen des normalen Bewußtseins gestoßen ist und einen Blick hinter die Kulissen des sogenannten "gesunden Menschenverstandes" werfen durfte. Vielleicht hätte ich eine derartige Bestätigung meiner eigenen Experimente zum Zeitpunkt seines Erscheinens (1997 in Deutschland, als ich gerade meinen "Sylvia-Schwindelfrei"-Zyklus dichtete und im Kunsthaus Tacheles einstieg) noch nicht verkraftet, aber umso dankbarer bin ich, es heute in den Händen zu halten! Hier betreibt WEDER eine verhexte Wahnsinnige irgendeine esoterische Seelenfängerei NOCH reduziert hier eine Scheuklappen-Wissenschaftlerin paranormale Erfahrungen auf das Niveau von Geisteskrankheiten - nein: diese fast märchenhaft anmutende Autobiographie einer Schulmedizinerin ersten Ranges mit Heilerfolgen durch Techniken, die an Science-Fiction erinnen, diese Autobiographie ist KEINE Verfälschung von Tatsachen und doch lesen sich die 500 Seiten rauschartiger als der beste Fantasyroman! Hier hat eine modern-aufgeklärte amerikanische Großstadtärztin den seltenen Mut, ihre wahre Geschichte so ehrlich und aufrichtig zu erzählen, als ob sich ein Teenager in seinem geheimsten Tagebuch mit schier kindlicher Freude Rechenschaft über seine Erfolge und Fehler ablegen würde, ohne dabei an die "bösen Erwachsenen" zu denken, die alles, was von Herzen kommt, gleich peinlich finden und gegen einen verwenden. "Wir fühlten uns wie Kinder, die verlegen mit etwas spielten, das wir nicht kannten. Es erschien zu einfach, jemanden nur durch liebevolles Berühren heilen zu können. Ich wußte, daß es so funktionieren sollte, doch fiel es mir schwer zu glauben, daß es tatsächlich nicht komplizierter war. (...) Ich fühlte mich wie eine Betrügerin, da ich so wenig unmittelbare Erfahrung auf diesem Gebiet hatte, doch versuchte ich, mich nicht von dieser Angst überwältigen zu lassen." Diese Psychotherapeutin war an so unglaublichen Projekten beteiligt, mit deren Folgen wir heute ahnungslos leben, und hat so seltsame Anekdoten im Laufe ihrer Karriere erlebt, daß die Niederschrift allein ihres BISHERIGEN Lebens schon wie ein filmreifes Vermächtnis anmutet: ein Appell an die verborgenen Kräfte in jedem Menschen, die Heilung bewirken und Frieden schaffen! Und das Beste am Ganzen ist eben, daß diese Frau immer noch mitten im Leben steht, quasi in ihrer vollsten Blüte, und noch immer diese sagenhafte Ausstrahlung eines jungen Mädchens versprüht! Sie ist in manchen Kreisen gefragt wie ein Weltstar (ihre Bücher sind immerhin in 23 Sprachen übersetzt), aber hat einen bescheidenen Charakter, als wäre sie nur eine freundliche Nachbarin oder die eigene "große Schwester", der man sich ganz selbstverständlich anvertraut, wenn man Angst hat, die Welt könnte einen nicht mehr verstehen, wenn... - ja, wenn es nicht mehr "mit rechten Dingen" zugeht! "Wir sind Experten der materialistischen Dimensionen von Natur und Kultur geworden, doch zur gleichen Zeit unfähig, wichtige und tiefe Erfahrungen im Leben ganz normaler Menschen zu artikulieren." Wer glaubt, er würde verrückt, wenn er MEHR sieht oder MEHR fühlt, als der trockene Alltag erlaubt, der wird sich wundern, wie behutsam Judith Orloff solche Impulse einschätzt und sogar an Zauberei grenzende Erlebnisse bei aller Skepsis ernstnehmen muß, weil sie aufgrund empirischer Beweise nicht mehr in den Bereich bloßer Fantasie gehören. Und das alles aus der Sicht einer klassisch ausgebildeten Psychiaterin!!! Kein Wunder, daß sie sogar für den SEN (Spiritual Emergence Network = Netzwerk für spirituelle Notfälle, gegründet von Christina & Stanislav Grof) tätig war - diese Frau ist unschlagbar und tapfer! Ihre Nähe wirkt wie eine Dusche in Liebe und Licht! Und läßt den Leser ahnen, wieviel übersinnliche Zukunft in ihm selber schlummert und mit einem Fingerschnips erweckt werden kann, wenn er sich die Ruhe zum Hinschauen (Hellsehen) und Hineinfühlen (Heilen) gönnt. Diese RUHE dürfen wir mitten im hektischen Alltag wiederfinden, sie verbindet uns mit der Stille des Universums, das in jeder Zelle wohnt...

(c) NEUES G&GN-ARCHIV @ JIMDO 2011

ERSTVERÖFFENTLICHUNG BEI KULTURA-extra 2006

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