Poemie: ÜB-E®ST-UND-E

* ÜBERZEIT STATT ÜBERSTUNDEN! *

PAN-FLUGBLATT: "An jedem 26. Juli stehen Erde, Sonne und Sirius (der hellste Stern am Himmel) in einer Linie. Diese Konstellation definiert den Augenblick des Jahresbeginns im 13-Monde-Synchronometer. Der letzte Tag des Jahres [25.7.] ist der "TAG AUSSERHALB DER ZEIT" oder "Grüner Tag" und wird als weltweiter Feiertag für Frieden durch Kultur gefeiert."

  "Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Sandkorn und der Ewigkeit. Sie müssen sich die Ewigkeit nicht als etwas vorstellen, das im Sandkorn enthalten ist. Das Sandkorn IST die Ewigkeit. Genau so wenig unterscheidet sich die Tatsache, dass wir jetzt hier sitzen, vom Nirwana. So wie wir hier sitzen, sind wir im Nirwana. Sie brauchen weder zum Sandkorn noch zu unserem Hiersitzen einen philosophischen Kommentar abzugeben. Er erübrigt sich."
Alan Watts: DIE RELIGION DER NICHT-RELIGION (1965),

in 'Buddhismus verstehen' (1995)

 

Tom de Toys, 1.9.2003, gewidmet Ernst Meister
(inspiriert durch Philip Glass' "The Hours")

ÜB-E®ST-UND-E
(WELTFR!EDENSNA(©)HT)

 

kein gedächnis
kein gesetz
kein gott
kein geist
kein grund und
keine gnade
kein gebet
kein plan
kein nichts
kein wunder
keine zeit
kein ziel
kein anfang
kein system
kein sinn
kein schutz
kein sachzwang
keine symmetrie
kein supersegen
alles ist unendlich offen
mal bei regen mal bei sonne
was wir lieben ist zu tuen
was wir lassen ist noch mehr
was wir denken kommt zur sprache
was wir hoffen fehlt uns sehr
wenn wir küssen spüre ich die stille
deine schönheit sei mein letzter wille
Zwischen Jeder Zelle lauert dieses leere
quantenschlupfloch für geheime wünsche
welch ein kosmischer salat aus positronen
b-mesonen as-corbin und andrem quark
ne brise higgs ein bißchen hack an einem
ganz gewöhnlichen normalen tag noch
mit neutrinos und natren garniert
implodiert das ganze weltmodell
kein falscher frieden feiert uns
in dieser GROßEN stunde
gelten keine regeln
nur ein staunen
zuckt
...im...
augenblick
schmerzfrei und schnell
wie ein verrückter wimpernschlag
kein mehrdimensionales monster folgt
die neue wunde schließt sich ohne narben – KLICK
schon dreht die erde eine weitere endlose runde durch
das schizophrene multiversum geht ein
(biiiiibaaabutzelmannnnnnnnnnnnnnnnn???)
unhörbares raunen juckt mir in den fingerspit-Zen
Zwingt den kugelschreiber zum magnetischen papier
und zur erinnerung: gereimtes hier ! bei nacht
und nebel wieder totgelacht
wer hätte das
gedacht

 

SIT-Zen (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich SIT-Zen (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich

 

"Ich habe in so vielen Menschen die Sehnsucht gespürt, wieder mit ihrer visionären Seite in Kontakt zu kommen. Dieser Ausbruch übersinnlicher Elektrizität, die uns als Kollektiv durchströmt, ist nur ein Zeichen der vielen Öffnungen, die uns bevorstehen. Wir alle haben außergewöhnliche Kapazitäten: es ist eine Tatsache, daß wir sowohl in die Zukunft als auch zurück in die Vergangenheit sehen und die Gegenwart exakt intuitiv erfassen können. Wundersam, ja - doch nur die Spitze des Eisbergs. Übersinnlich zu sein erlaubt es uns, durch die Zeit zu fließen... (...) Jeder einzelne von uns zündet ein ewiges, reines inneres Licht an. Wir werden zu einem leuchtenden Meer flackernder Kerzen, wo es vordem nur Schatten gab. Die Veränderung findet bereits statt; sie bringt mit sich das Versprechen kollektiver Spiritualität und übersinnlichen Erwachens und hat bereits damit begonnen, uns von alten Ängsten und Mißverständnissen zu befreien. Die Kraft, die in uns aufgewacht ist, kann nicht mehr aufgehalten werden. Es ist, als ob alle bisherigen Taten und Errungenschaften der Menschheit uns auf die kommende Ära vorbereitet hätten. (...) Die Grenze zwischen dem Bewußten und dem Unbewußten ist wesentlich durchlässiger, als wir glauben. Diese beiden scheinbar getrennten Bereiche können wunderbar miteinander verbunden werden. Das Geheimnis liegt in der ungeheuren Weite unseres Wesens, unserer Fähigkeit, das zu vereinen, was auf den ersten Blick wie zwei gegensätzliche Extreme erscheint. (...) Ich stehe neben einem massiven, ungeformten Steinblock und meißele munter drauflos. (...) Der Stein wird immer strahlender, je mehr ich daran arbeite. Seine Winkel, Kurven und Linien sind endlos."
Dr. Judith Orloff, in: JENSEITS DER ANGST (1996)

 

ECHTE HOLZÄPFEL (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich ECHTE HOLZÄPFEL (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich
ZITTERDELLEN (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich (Zitadellengraben) ZITTERDELLEN (c) De Toys, 14.8.2011 @ Jülich (Zitadellengraben)
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HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05 HOHLAPFEL (c) De Toys, 20.9.05

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EVERGREEN: DIE NEUKÖLLNER STUNDE NULL (oder: die peinlichste Szene-Schote 2002: Was Sie schon immer mal über Ben Becker & Bertolt Brecht wissen wollten!)

Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish" und das brandneu gastierende 2012er-Politpoem von Kai Pohl "Durchgeknallte Materie"

Mein allergrößter literarischer Mißerfolg (2003) auf nationaler Ebene: die überdadaistische Hommage an Hans Arp mit allen Hintergrunddetails!

Mein schönstes Erlebnis als Lyrik-Rezitator (2010) am 10. Weltpoesietag 21.März mit Gedichten von Hans Vogt: WORLD POETRY DAY

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ TomDeToys.de De Toys 1970 @ TomDeToys.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de

 

De Toys, 9.2.2005

KU(E)R-Zen!

jeden morgen
wach ich auf
und denke
es ist wirklich
ein geschenk
und wunder
noch zu leben
wieder da
zu sein
die welt
zu spüren ganz
egal in welchem
zustand
alle körper
alle kriege
sich befinden
denn der tod
kommt sowieso
viel früher und
viel schneller
als uns recht
ist jede
einzelne sekunde
lohnt sich
mit der inbrunst
ihrer kurzen
gegenwart
als ewigkeit
zu würdigen