NeuroakTIEFe Poemie: PLERomACRON

"Stetig nähert er sich dem Punkt, wo das Unbekannte nicht nur
eine Lücke in einem Gewebe von Worten ist, sondern ein Fenster
im Denken, ein Fenster, dessen Name nicht Unwissenheit sondern
Staunen ist. (…) Und das erregende Geheimnis des 'was' es
ist, das wir bezeichnen und messen, muß uns schließlich 'um
den Verstand bringen', bis das Denken nicht mehr im Kreise
geht und eigene Wege verfolgt, sondern gewahr wird, daß
in diesem Augenblick zu s e i n das wahre Wunder ist."

Alan Watts: WEISHEIT DES UNGESICHERTEN LEBENS (1951)


LOCHWELLENKUßß (c) De Toys, 4.5.2008 (Mirror Molecule Man) LOCHWELLENKUßß (c) De Toys, 4.5.2008 (Mirror Molecule Man)

 

Tom de Toys, 19./20.5.2010

(Antwortgedicht 8.4.11 von Bruno Brachland: BERUFUNG DES HERZENS)

P L E R o m A C R O N
('Grundlose Inwesenheit' für Anfänger)

zum letzten mal
die vögel zwitschern hören
und zum letzten mal
den sonnenaufgang sehen
dann zum letzten mal
den kaffeeduft genießen
und die zigarette nach
der sekundenmeditation
mich noch ein letztes mal
an alles gestrige erinnern
und ein letztes mal
die sehnsucht spüren
irgendetwas auszuleben
was auf meinem weg
nicht möglich war
ein letztes mal
in deine augen schauen
und mich fragen
ob wir uns dahinter treffen
und dann dieses letzte mal
mit dir verschmelzen
wie beim ersten mal
und staunen daß
wir immer noch
den größten sinn
im lieben finden
dieses letzte mal ist
kostbarer und dauert
unverhältnismäßig länger
als das ganze leben dieses
wundern über dieses wunder
dehnt die zeit in dieses
sagenhafte jetzt wir
schauen uns noch immer an
und fallen in die schwarze
tiefe der pupillen wie
durch einen lichtkanal
ins grenzenlose nichts ins
nichts ins blendend weiße
niemandsland das ferne
rauschen schwillt zu einem
ohrenbetäubenden summen an
und dieses summen saugt mir
meine seele aus dem leib
bis ich als klitzekleiner
punkt verdichtet in die leere
tauche die mich plötzlich
abholt mich durchflutet und
die zellstruktur zersetzt
den letzten gedanken wegätzt
und dann endlich alles
gut sein lässt
es ist vorbei mein hirn
darf sich entspannen
meine nerven leuchten
dunkelgrün und alles ruht
in sich als ob nichts war
und niemals werde unser
sogenanntes universum
hat nun ein bewußtsein
weniger das darum weiß
wie unvergänglich
seine stille
wirken
kann

 

(c) Erstveröffentlicht bei LYRIKMAIL (Nr.2222)

sowie als Poetryclip bei YouTube (G&GN)

 

 

NO-SUR-RO-GATE (c) De Toys, 28.5.2008 @ www.FOTOMIE.de NO-SUR-RO-GATE (c) De Toys, 28.5.2008 @ www.FOTOMIE.de
Pages to the People

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Der wichtigste "schmal-lange" politische Text des Jahres 2011 als GASTBEITRAG hier: Clemens Schittko "Der nullte Kaddish"

 

De Toys, 23.1.2009

OVERWOR(L)DED
(BE-ing NOWhere)
[12.PRAYER OF TRANSRELIGIOUS HOLeISM]

no sun no moon no galaxy
no thoughts of nothing and
no nothing no illusions and
no truth no question but
no need for answers
is the answer just
awake aware arrived
where this is
called the only THIS
AND THAT is sure
like nothing more than THIS
AND THAT turns mad
if you can't love it
like the laughter
of your lover
of your laughter
til the end of time
within this mOMent
that is touching
as you know it
now from inside
where the emptiness
turns outside
showing this is
no side never

 

De Toys, 17.1.1993

KINDHEIT

ich wachte auf
die sonne schien
und ich
fing wieder an
zu spielen

 

De Toys 1970 @ w-hole.de De Toys 1970 @ w-hole.de

 

"Auch heute noch blickt der Realist nur nach außen und ist sich nicht bewußt, ein Spiegel zu sein. Auch heute noch blickt der Idealist nur in den Spiegel und kehrt der realen Außenwelt den Rücken zu. Die Blickrichtung beider verhindert sie zu sehen, daß der Spiegel eine nicht spiegelnde Rückseite hat, eine Seite, die ihn in eine Reihe mit den realen Dingen stellt, die er spiegelt: Der physiologische Apparat, dessen Leistung im Erkennen der wirklichen Welt besteht, ist nicht weniger wirklich als sie."
Konrad Lorenz, in: DIE RÜCKSEITE DES SPIEGELS (1973)

ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de ARATIONALER ASTRONAUT (c) De Toys, 21.1.2006 @ www.URENGEL.de