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6 Gedichte aus: "DIE PARALLELE UN-B-RÜHRBARKEIT UNENDLICHER B-REICHE (Zyklus: DIE SEHR SANFTE B-SCHWÖRUNG)"

PAPPELN DES GRAUENS (c) De Toys, 26.7.2010
PAPPELN DES GRAUENS (c) De Toys, 26.7.2010

 

Zyklus: DIE SEHR SANFTE B-SCHWÖRUNG (2000-2001)

01. Tom Tinstein:

ÜBE(R)P(R)OTZ (19.12.00)
02. Tom Tuchstein:

DURCHLOGEN (21.12.00)
03. Tom Tolpatschini:

ÜBERTRUNKEN (23.12.00)
04. Tom Trampel:

ÜBER(K)LUMPEN (31.12.00)
05. Tom Tant:

ÜBERREIN (22.1.01)
06. Tom Tatter

U(NGLAUBLICH) F(REIE) O(RGANE) (18./19.4.00)


"Tom Tom, warum leicht, wenns auch kompliziert geht?", dachte schon meine Jugendliebe B. 1986 mit einem Augenzwinkern über mich, als ich nach der Lektüre von Aldous Huxley's BRAVE NEW WORLD (SCHÖNE NEUE WELT) mein erstes, bis 1996 oberstes Pseudonym erfand (Tom Toys ohne "de"). Diese B.hauptung scheint sogar noch heute bei B.werbungen zuzutreffen, wie das folgende "kontraproduktiefe" Dokument beweist. Ich will einfach immer DAS GANZE in möglichst 1 einzigen ellenlangen Kettensatz (genannt: "Poesie") unterbringen - und wenn nur 1 einzige klitzekleine Detailinformation unausgesprochen bleibt, muß eben dafür NOCH EIN Gedicht niedergeschrieben werden! Welch hochneurotisches B.dürfnis, das "psychontologische" Universum in einer kompakten (und dabei hyperkomplexen) Seelenformel wie eine verbale Weltformel ausdrücken zu wollen, immer mit dieser Sehnsucht, irgendwann das "allerletzte" Gedicht mit dem göttlichen Bingo-Effekt zu formulieren, dem auch Kandinsky & Malewitsch (malerisch: emotional "abstrakt" & konkret "suprematistisch") lebenslänglich verzweifelt auf der Spur waren - übrigens ein "menschlich allzu menschlicher" Umstand, der gerne von Kunsttheoretikern vertuscht wird, weil die seelische Motivation hinter der wissenschaftlichen Fassade an sich nicht seriös genug anmutet - der Ernst ist ja ein Meister aus Deutschland und duldet keinen abgrundtiefen Seelensumpf: "Seele" erzeugt leider grundsätzlich leicht Stirnrunzeln, Naserümpfen und Wegschauen. Die schamhafte Tabuisierung des Seelischen ist noch lange nicht überwunden, ansonsten gäbe es bereits auf der ganzen Welt wirklich "erwachte" Präsidenten (ein Obama als Friedensapostel ist das höchste der zugelassenen Gefühle), die sich "trauen" würden, vom WELTFRIEDEN als einer SPIRITUELLEN Vision zu sprechen, wie es religiöse und esoterische Traditionen seit Jahrtausenden wissen - und ein planetarisches Weltvolk, das sich wie in Michael Jackson's Video rund um die Welt wirklich "von Herzen" kommend an die Hand nähme (Tiefenglobalisierung statt Oberflächendeals!), anstatt sich wie beleidigte Leberwürste im Kindergarten um ihre Förmchen zu zanken: "Du hast mich nicht zur Krisenkonferenz eingeladen! Ich will sofort meine Führungsrolle! Die Nato ist immer einmal dööfer als die Allianz! Meine Bomben sind die schönsten! Deine Panzer sind langweilig, die können sich ja gar nicht gleichzeitig drehen und schießen!" In einer "ver-rückten" (nicht-aufrechten: perversen) Welt zu leben, OHNE zu verdrängen, WIE verrückt sie tatsächlich ist, geht eigentlich nur, wenn man selbst NOCH verrückter wird (anstatt SUPERANGEPASST!!!), indem man den aufrechten Freiatmer-Gang der Künstlerseele übt, obwohl man dann superbescheuert aussieht im Vergleich zu den gebuckelten Affen, deren Lieblingsspiele das möglichst unauffällige Vordrängeln in der Supermarktschlange, das halbstarke Hupkonzert im neuköllschen Stoßverkehr und (ich rege mich schon wieder unnötig auf, komme von Hölzchen auf Stöckchen, tut mir leid)... [Logbucheintrag vom 24.3.2011]


29./30.12.2000 + 4.1.2001

B – A N T R A G (U N G)
(Begleitschreiben zur -abgelehnten- Bewerbung

für ein Berliner Senatsstipendium 2001)


Nach über 1000 Gedichten in den letzten 10 Jahren unter verschiedenen Pseudonymen "überfiel" mich am 7.12.1999 das Poem "ÜBERMÜSTIK (DIE ULTIMATIVE MATRIX)", nach dessen Niederschrift ich spürte, daß es sich endlich "ausgedichtet" hatte, was natürlich nie meine E.S.-Forschungen (Theorie Erweiterter Sachlichkeit) b-züglich "erfüllter" Liebeslyrik zu b-treffen bräuchte, da mir solche Alltagsekstasen als Dokumente meines eigenen echten Lebens dienen, quasi als privater Gegen-b-weis zum Informationszeitalter vorgetäuschter Kommunikation isolierter Individuen. Zwei gescheiterte Versuche (1994 & 1997), den inneren Schreibfluß "auslaufen" zu lassen, hatten mich soweit abgehärtet, daß ich dieser Erlösung mittlerweile gleichgültig gegenüberstand, solange mich die Lyrik nicht von anderen künstlerischen Ambitionen (u.a. Malerei, Performance, Objektlyrik-Installationen) abhielt.
Als mir dann zum 70.Todestag von Majakowski (am 14.4.00) bei einem Hefeweizen im Café Burger ein Experimenteller Chanson in den Sinn kam (1.E.C.: "SCHON(G/S)ONG"), b-gann nach 4 lyrikfreien Monaten wirklich etwas Neues: ich b-gleitete mich (nach 10 Jahren Abstinenz) wieder selbst am Klavier (Premiere: Galerie Meinblau, bei einer senatsgeförderten Lesereihe) und erfand auf Anregung meines Dichterfreundes HEL ToussainT die Musikreform "Das Desinteressierte Klavier". Die Selbstverleihung des 1.NAHBELL-Preises für zeitgeistresistente Gesamtwerke (am 21.6.00, mit jährlich folgenden Anwärtern) sollte schließlich mein über-ironisches Imperium (das 1990 in Köln gegründete G&GN-Institut für Ganz & GarNix) metapoetologisch abrunden. Soweit so gut. Dann trat aber plötzlich die Psychologin Melanie Matzies als 6.Hauptmuse in mein Leben, so daß sich die Erfindung eines neuen Pseudonyms ergab: Als Hugo Haylsam wende ich mich nun wieder der reinen Lyrik zu und übernahm aufgrund des permanenten Geldmangels einen Nebenjob als Hausmeister, nachdem ich vorher 2 Jahre lang (1998-2000) einen Literatursalon im Kunsthaus Tacheles b-trieben hatte. Ergänzend dazu lasse ich mich verstärkt von zeitgeistrelevanten Tageszeitungen und Trendmagazinen einerseits sowie ausgewählten Kollegen andererseits inspirieren, um diesen "Verbündeten" unter eigens für sie geschaffenen Pseudonymen (wie z.B. Tom Tinstein für A. Einstein) jeweils 1 Poem mit je 16 Zeilen zu widmen.
Dadurch entstehen minimalistisch-komprimierte Kombinationen aus drei Ebenen, die da wären...
1. zeitlose Erkenntnisse anderer Dichter und Denker;
2. aktuelle Kulturkonflikte und Gesellschafts-b-dingungen;
3. mein eigenes Hauptthema: die Vergegenwärtigung der Gegenwart als "grundlose" Ganzheit (b-einflußt von täglicher Taiji-Praxis seit 1995 und früheren Meditationserfahrungen).
Insgesamt sollen beide Zyklen bis Ende 2002 je 32 Teile umfassen und dann unter dem Konzepttitel "DIE PARALLELE UN-B-RÜHRBARKEIT UNENDLICHER B-REICHE" sowohl in Buchform erscheinen als auch beispielhafte Auszüge (zusammen mit selbstfotografierten Hauptstadtansichten) ins Internet gestellt werden.
Nebenbei arbeite ich in jeder freien Minute an der digitalen Sortierung sämtlicher selbstverlegter Hefte (circa 100 seit 1989) zu einer G&GN-Gesamtwerkausgabe ("LOCHiSMUß LEiCHTGEMACHT"), um mir ab 2005 einen schnelleren Zugriff auf einzelne Themenkreise zu ermöglichen. Das wird meine öffentliche Tätigkeit sehr erleichtern, weil mir mehrere Unterrichtsauftritte an Berliner Gymnasien (u.a. in der Leonardo-da-Vinci-OS) sowie die Einladung zu Lyrikprojekten an Deutschen Schulen in Brasilien (10.2.-10.3.01, mitgefördert durch das dortige Goethe-Institut) dank meiner Managerin, der Deutsch- und Musiklehrerin Doris Mallasch, Mut machen, mich dank flexiblen Engagements als Künstler nicht ohnmächtig zu fühlen gegenüber der "totaltechnokratischen" Tendenz zu virtuellen Illusionen sondern mithilfe von "präsentomatischer" Poesie (mein jüngster Neologismus, soll heißen: durch automatische Präsenz) in dieser postmetaphysischen Epoche für einen authentischen Umgang mit essenziellen B-wußtseinszuständen (wie z.B. Todesängste, Urvertrauen, Sinngefühl und Liebesempfinden) zu sensibilisieren, damit zwischenmenschlicher Austausch nicht im genmanipulierten Rausch verflacht sondern sehnsüchtige Seelen weiterhin "direkt-dynamisch" zu b-reichern vermag – auch ohne multimediale Mogelpackungen!
Darum bitte ich hiermit um finanzielle Unterstützung über einen möglichst langen Zeitraum, um mich diesen meinen "wältlichen" Visionen tagtäglich sowohl literarisch kon-ZEN-triert zu widmen als auch daraus folgenden didaktischen Angeboten gerecht zu werden.


Berlin, den 29./30.12.2000 + 4.1.2001, gez. De Toys

Weitere Hörbeispiele:

www.DirekteDichtung.de

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