Antipoetische Poemie:

WUNSCH, WERK & WELLNESS

"Der Künstler aber hat sich den Zugang zu den menschlichen Bedürfnissen und Beweggründen bewahrt. Ein Schriftsteller schreibt nicht zuletzt deshalb, weil er mit seiner schöpferischen Kraft gegen den Betrug der 'herrschenden Meinung' ankämpfen will. Er spricht noch in einer Sprache, die von der Ganzheit menschlicher Erfahrung weiß."

Arno Gruen, in: DER WAHNSINN DER NORMALITÄT (1987)

 

Tom de Toys, 26.+27.1.2012

WUNSCH, WERK & WELLNESS

über den dächern der
stadt im verspiegelten
raucherzimmer des restaurants
einen lieblichen rotwein schlürfen
während du deine arbeit vollendest
bevor ich die meine beginne
kein ablenkungsmanöver mehr
jeder handschlag gewährleistet
leben wir küssen uns wenn wir
uns küssen und schlafen mit
keinem anderen weil wir schon
anders sind während die allzu
modernen gepflogenheiten nur
rituale des untergangs imitieren
haben wir keine sekunde
mit seelischer geometrie
zu verlieren es gibt keine
geister geschweige denn engel
du bist mir am nächsten
weil ich mich mit dir
grundlos wohl fühle selbst
ginsberg goethe und goll
lassen sich leichter vergessen
als unser alltag im wachzustand
das jeweilige jetzt erreicht
endlich problemlos
das sagenhafte soll

 

"Es handelt sich um Gefühle der Lebensfreude, der Glückseligkeit oder Euphorie, der Gelassenheit, Freude, Ruhe, Verantwortlichkeit, des Vertrauens in die eigene Fähigkeit, Streß, Angst und Probleme zu bewältigen. Die subjektiven Anzeichen des Selbstverrats, der Fixierung, der Regression und eines Lebens, das mehr durch Furcht als durch Wachsen gekennzeichnet ist, sind Empfindungen wie Angst, Verzweiflung, Langeweile, Genußunfähigkeit, latente Schuldgefühle, Schande, Ziellosigkeit, Gefühle der Leere, des Mangels an Identität usw. Auch diese subjektiven Reaktionen können wissenschaftlich erforscht werden. Klinische Techniken zu ihrer Untersuchung stehen uns zur Verfügung. Es ist die freie Wahl bei solchen selbstverwirklichenden Menschen (in jenen Situationen, wo echte freie Wahl aus einer Anzahl verschiedener Möglichkeiten überhaupt möglich ist), die - wie ich behaupte - beschreibend als ein naturalistisches Wertsystem untersucht werden kann, mit dem die Hoffnungen des Beobachters absolut nichts zu tun haben, d.h. es ist 'wissenschaftlich'."

Abraham Maslow, in: PSYCHOLOGIE DES SEINS (1968)


Weitere Hörbeispiele:

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